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Haussanierung: Wittlicher informieren sich über Fördermöglichkeiten in der Innenstadt

Haussanierung: Wittlicher informieren sich über Fördermöglichkeiten in der Innenstadt

Fördergebiet "Aktive Stadtzentren": 70 interessierte Wittlicher haben das Thema in einer Einwohnerversammlung in Wittlichs Synagoge diskutiert.

(sos) Zur ersten Einwohnerversammlung mit Bürgermeister Joachim Rodenkirch zum Schwerpunkt-Thema Fördergebiet "Aktive Stadtzentren" kamen rund 70 Interessierte in Wittlichs Synagoge. Vorgestellt wurde das bereits abgrenzte Gebiet, in dem Modernisierungsmaßnahmen mit bis zu 25 Prozent der Kosten und maximal 80.000 Euro, bezuschusst werden können. Derzeit erstellt die Stadtverwaltung dazu eine Art Besitz-Kataster als Bestandsaufnahme. Festgestellt werden sollen auch städtebauliche Missstände. Dann soll mit Eigentümern geklärt werden, ob sie bereit wären, zu investieren. Am Ende soll ein Stadtentwicklungskonzept für die Altstadt stehen.

Kritik an der festgelegten Förderfläche wies Bürgermeister Joachim Rodenkirch zurück. Das Gebiet sei bereits ein Kompromiss mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD).

Mehrfach betonte er, dass vieles wünschenswert sei, letztendlich aber das Machbare angepackt werden müsse. Alle Eigentümer, die investieren wollen, wurden aufgefordert, sich vor Angriff der Maßnahme, mit der Stadtverwaltung in Verbindung zu setzen. Dort werde im Vorfeld geprüft, ob Zuschüsse aus dem Programm "Aktive Stadtzentren" möglich seien. Für bereits begonnene Arbeiten ist dies nicht möglich.

Neben der gedeckelten Bezuschussung ist zusätzlich eine Förderung von so genannten Ordnungsmaßnahmen bis zu 100 Prozent möglich. Darunter fallen zum Beispiel notwendige Abrissarbeiten. Daran entzündete sich eine Diskussion. Von Einwohnerseite hieß es, die Stadt solle stärker darauf drängen, dass historische Bausubstanz erhalten bleibe, beziehungsweise dass das ehemalige Stadtbild auch bei Neuplanungen berücksichtigt werden solle - Insbesondere im Zusammenhang mit den geplanten Abrissen in der Neustraße für die Altstadt-Passage. Zu diesem mit öffentlichen Geldern gefördertem Bauvorhaben kündigt die Stadtverwaltung einen eigenen Informationstermin am Dienstag, 23. Februar, 19.30 Uhr im Alten Rathaus.

Dort sollen die Planungen im Detail vorgestellt werden. Zu diesem Projekt sagte Bürgermeister Joachim Rodenkirch: "Wir hätten die Option gehabt, nichts zu tun. Die Straße ist zu einem sozialen Brennpunkt geworden. Bevor dort die Verslumung einsetzt, haben wir gesagt: Okay, wir setzen einen Impuls."

Die Möglichkeit, am Schluss der Einwohnerversammlung Fragen zu anderen Themen zu stellen, wurde von keinem Bürger genutzt.