Hermeskeil/Morbach: Erste Bilanz der Touristiker: Saar-Hunsrück-Steig belebt Fremdenverkehr

Fünf Monate nach seiner Eröffnung gibt es zwar noch keine konkreten Zahlen, wie viele Wanderer der Saar-Hunsrück-Steig bisher angelockt hat. Die erste Bilanz der Touristiker fällt dennoch positiv aus.

 Das Wandern auf dem Eifelsteig ist wohl erst einmal nur in Nordrhein-Westfalen möglich. In Rheinland-Pfalz wird weiter an der Strecke gefeilt. TV-Foto: Archiv/Friedemann Vetter

Das Wandern auf dem Eifelsteig ist wohl erst einmal nur in Nordrhein-Westfalen möglich. In Rheinland-Pfalz wird weiter an der Strecke gefeilt. TV-Foto: Archiv/Friedemann Vetter

Sie sprechen von „positiven Effekten“, die der neue Premiumwanderweg dem Fremdenverkehr in der Region gebracht hat. Von unseren Beherbergungsbetrieben wissen wir, dass gerade die Wochenenden wesentlich mehr frequentiert sind“, sagt Herbert Schindler, Leiter der Hermeskeiler Tourist-Info. Seine Keller Kollegin Walburga Meyer sagt: Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen gemacht und können durch den Steig Zuwächse verzeichnen“. Besonders auffallend ist aus ihrer Sicht, dass „wir eine Verlängerung der Saison bis weit über die Herbstferien hinaus verspürt haben“. Karl-Heinz Erz (Morbach) weist zwar darauf hin, „dass wir nicht die Riesen-Zahlen des Rheinsteigs erreichen werden“. Gleichwohl sei er davon überzeugt, dass „wir mit unserem Weg, der anerkanntermaßen besser ist, Erfolg haben, wenn wir ihn pflegen und gut vermarkten“.

Auch das erste Urteil des überregionalen Dachverbands fällt positiv aus. „Der Steig hat bereits merkliche touristische Effekte erzielt“, sagt Jörn Winkhaus. Der Geschäftsführer der Hunsrück-Touristik berichtet von „überdurchschnittlich vielen Gästeanfragen und zahlreichen Buchungen, die durch den Steig generiert wurden“. Bundesweit gibt es neben dem Saar-Hunsrück-Steig von Mettlach nach Idar-Oberstein und Trier nur noch drei andere Wege, den Rothaarsteig, den Rheinsteig und den Hochrhöner, die die Auszeichnung mit dem „Deutschen Wandersiegel“ tragen. Selbst im Vergleich zu diesen zertifizierten Premium-Pfaden weist die Strecke von der Saarschleife in die Schmuckstadt und die älteste Stadt Deutschlands mit einem Anteil von 63 Prozent Naturwegen und Asphalt-Abschnitten von weniger als fünf Prozent Spitzenwerte auf.

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