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Hermeskeiler Händler verzichten auf Stadtmarketing-Zuschuss

Hermeskeiler Händler verzichten auf Stadtmarketing-Zuschuss

Der Hochwald-Gewerbeverband (HGV) verzichtet darauf, weiterhin von der Stadt einen Zuschuss für das Jahr 2009 zu fordern. Damit soll der Streit ums Geld für das Stadtmarketing beendet werden. Das haben am Freitag der HGV-Vorstand und die Vertreter von vier Hermeskeiler Stadtratsfraktionen gemeinsam erklärt

(ax) „Wir haben für das Jahr 2009 keine finanziellen Nachforderungen mehr, sondern wollen nur noch nach vorne schauen.“ Das ist die zentrale Aussage, die HGV-Vorstand Andreas Noll am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Sprechern der vier Stadtratsfraktionen von CDU, SPD, FWG und Linke getätigt hat. Dies sei das Ergebnis des Gesprächs, zu dem sich beide Seiten Anfang der Woche getroffen hatten

In Hermeskeil schwelt seit Monaten ein Streit wegen der Finanzierung der Stadtmarketingstelle von Jutta Straubinger, die inzwischen gekündigt hat.

Der HGV musste ihre Personalkosten 2009 allein bezahlen, weil die Stadt dafür – anders als 2007 und 2008 – bislang keinen Zuschuss gewährt hat (der TV berichtete mehrfach).

Dabei wird es nun auch bleiben: „Das Thema ist für uns erledigt“, betont Noll. Das in der Vereinskasse entstandene Loch müsse nun durch die Mitglieder und durch Spenden gestopft werden.

„Die Blickrichtung muss jetzt nach vorne gehen“, betont auch die HGV-Vorsitzende Angelika Kohlhaas. In der gemeinsam unterzeichneten Presserklärung weisen der HGV und die vier Fraktionsvorsitzenden darauf hin, dass es bereits in der Amtszeit von Ilona König (CDU) „Kommunikationsprobleme“ zwischen der Stadt und dem HGV gegeben habe und sich die Hoffungen auf eine bessere Zusammenarbeit unter dem jetzigen Stadtbürgermeister Udo Moser (BFB) bislang nicht erfüllt hätten.

Man sei aber gewillt, „die Unstimmigkeiten aus der Vergangenheit auszuräumen“.

Zwar hatte Moser zuletzt den Vorschlag gemacht, den HGV für das Jahr 2009 mit 5000 Euro zu unterstützen. Kohlhaas stellt aber klar, dass der HGV auch auf diese Summe verzichten will. „Zusammen nach vorne zu schauen, ist uns mehr Wert als die 5000 Euro.“