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Hitze: Wie lange bleibt’s bei uns in der Region noch so heiß und trocken?

Klima : Wie lange bleibt’s bei uns in der Region noch so heiß und trocken?

Die Menschen schwitzen, der Boden trocknet aus, und die Wasserpegel fallen: Experten machen wenig Hoffnung, dass sich daran so schnell etwas ändern wird. Und jetzt?

Mit Beginn der Sommerferien am Wochenende ist auch Rheinland-Pfalz so richtig in Urlaubslaune. Doch wegen der Sehnsucht nach Sonne und Hitze muss in diesem Jahr niemand in den Süden fliegen. Dauersonnenschein und Temperaturen von weit über 30 Grad bringen die Rheinland-Pfälzer seit Wochen auch daheim zum Schwitzen. Und ein Ende ist nicht in Sicht: Für diese Woche sagt Meteorologe Dominik Jung für die Region Trier abermals Temperaturen von teils deutlich über 30 Grad voraus. Zwar könnten die Temperaturen Mitte der Woche auch mal leicht sinken. Doch schon fürs kommende Wochenende kündigt sich laut Jung der nächste Heißluftvorstoß aus dem Mittelmeerraum an. Von einem kräftigen Landregen fehlt dagegen jede Spur.

Einzelne kleine Schauer kann es nach Angaben des Wiesbadener Meteorologen zwar geben. „Doch das ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt Dominik Jung. Kurz vor Monatsende habe der Juli sein Regensoll gerade einmal zu knapp 30 Prozent erfüllt. Die Folgen: Der Boden trocknet aus, die Dürre breitet sich aus.

Da reicht manchmal schon ein kleiner Funke, um einen Brand auszulösen. Wie vergangene Woche, als ein Güterzug entlang einer 20 Kilometer langen Strecke bei Trier gleich mehrere Feuer entzündete, die von der Feuerwehr gelöscht werden mussten. Offenbar hatte an einem Waggon eine Bremse festgeklemmt, so dass es zum Funkenschlag kam.

Immer wieder mussten die Feuerwehren in der Region zu kleinen und größeren Bränden ausrücken. Nach Angaben von Experten werden die meisten Feuer durch Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit von Menschen verursacht; oder sogar absichtlich. In der vergangenen Woche wurde ein 23-Jähriger festgenommen, der bei Reinsfeld (Kreis Trier-Saarburg) fünf Brände gelegt haben soll. Der junge Mann ist nach Polizeiangaben Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr.

Das ist bitter, waren es in den zurückliegenden Wochen doch gerade freiwillige und hauptamtliche Feuerwehrleute, die oftmals über Tage hinweg im Dauereinsatz waren, um die zahllosen Brände zu löschen.

Die anhaltende Trockenheit wirkt sich auch auf die Binnenschifffahrt aus. Wegen des Niedrigwassers vieler Flüsse können große Schiffe nur noch zur Hälfte beladen werden. Die Mosel hat wegen der zahlreichen Staustufen zwar eine konstante Wassertiefe. Doch weil die meisten Schiffe über den Rhein kommen, sind die Lastkähne derzeit auch zwischen Koblenz und Trier mit weniger Fracht unterwegs.

Dass sich an der augenblicklichen Hitze- und Trockenheitslage rasch etwas ändert, ist nicht in Sicht. Meteorologe Dominik Jung spricht von „einer Art Hochsommer-Dauerschleife“, aus der es aktuell kein Entrinnen gebe. Bis „weit in den August hinein“ könne uns die Wetterlage erhalten bleiben.