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Gesellschaft
Erfolgsgeschichte Mehrgenerationenhaus Hermeskeil

 Das Johanneshaus in Hermeskeil ist seit zehn Jahren auch Mehrgenerationenhaus.
Das Johanneshaus in Hermeskeil ist seit zehn Jahren auch Mehrgenerationenhaus. FOTO: Trierischer Volksfreund / Axel Munsteiner
Hermeskeil. 2008 startete im Johanneshaus das Programm, das seitdem jährlich 20 000 Besucher anlockt.

In einer kleinen Feierstunde ist der „Vater“ des Projektes „Mehrgenerationenhaus (MGH) Hermeskeil“, Dechant Clemens Grünebach, gewürdigt worden. Die „Mutter“ des Projektes, Stephanie Nickels, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Ruwer, war verhindert. Der Leiter des MGH Johanneshaus, Christoph Eiffler, bezeichnete das MGH-Programm als eine Erfolgsgeschichte für das Haus und die Region. Er dankte Clemens Grünebach für seinen Mut und sein Engagement. „Du kannst stolz auf dein zehnjähriges Kind sein.“ Weiter meinte er: „Du hast bei allen Höhen und Tiefen immer an das Projekt geglaubt.“ Als kleines Geschenk überreichte er eine Kochschürze mit dem MGH-Logo.

Clemens Grünebach dankte allen, die das Projekt unterstützt haben. Den Förderern, den Mitgliedern des Verwaltungsrates und den vielen Engagierten, die das Haus mit Leben füllen. „Das Haus ist für die Menschen da“, meinte er und verwies auf die Grundausrichtung des Mehrgenerationenhauses.

 2008 wurde das Johanneshaus feierlich im Beisein von Bundesfamlienministerin Ursula von der Leyen als MGH eröffnet.  Neben der neuen inhaltlichen Ausrichtung wurde auch das Haus zwischen 2008 und 2012 komplett renoviert. Über das Jahr finden 2000 unterschiedliche Veranstaltungen statt. Tendenz steigend. Über 20 000 Personen besuchen das Haus jährlich.

Etwa 50 Personen engagieren sich ehrenamtlich in unterschiedlichen Bereichen des Mehrgenerationenhauses. So im Serviceteam, im offenen Treff, im Förderverein, im Ausschuss Johanneshaus, der eine Untergruppe des Verwaltungsrates ist und  im Bereich der Flüchtlingsarbeit.

Das MGH Johanneshaus ist mit mehr als 50 Kooperationspartnern vernetzt. Zum Teil als aktives, mitgestaltendes Mitglied in Netzwerken; zum Teil federführend in Steuerungsgruppen so zum Beispiel beim Runden Tisch Asyl. Das MGH  hat vor einigen Jahren mitgeholfen, dass das Hochwälder Familiennetzwerk Hafen und vor kurzem das Netzwerk Start up Familie – ein Netzwerk für junge Familien  –gegründet werden konnten.

Die Arbeit des MGH Johanneshaus beschränkt sich nicht nur auf das Haus selbst. Es wirkt weit in die Verbandsgemeinde Hermeskeil hinein und auch noch darüber hinaus. Allein über die Katholische Erwachsenenbildung Hermeskeil werden im Jahr über 600 Informations- und Begegnungsveranstaltungen und diverse Gesundheits- und Bewegungskurse innerhalb der Verbandsgemeinde angeboten und organisiert.  Parallel zum Bundesprogramm hat das Land Rheinland-Pfalz das Programm „Häuser der Familien“ aufgelegt, an dem das Johanneshaus von Anfang an beteiligt war. Im Rahmen dieses Programmes ist es im Frühjahr 2013  vom Land zertifiziert worden. Seit 2015 bezuschusst das Land Rheinland-Pfalz das Hermeskeiler MGH  in größeren Umfang, so dass die Koordinatorenstelle „Flüchtlingsarbeit und Demografie“ eingerichtet werden konnte. Diese großzügige Förderung ist sicherlich auch dem Vertrag zu verdanken, den  die Stadt Hermeskeil in Bezug auf die Einrichtung der Erstaufnahme mit dem Land abgeschlossen hat. Die Stadt Hermeskeil unterstützt das Johanneshaus finanziell einmal als Bürgerhaus zum anderen beteiligt es sich wie auch die Verbandsgemeinde an der Kofinanzierung des MGH Programmes. Seit 2015 fördert auch der Kreis Trier-Saarburg das Haus als Familienzentrum. Seit 2011 unterstützt zudem das Bistum Trier maßgeblich das MGH Johanneshaus, in dem es die Projektleiterstelle finanziert. Damit ist die Kirche der größte finanzielle Geber in dem Projekt MGH Johanneshaus.

 Die neue Bundesregierung will das Projekt in eine Dauerfinanzierung bringen. Falls dies nicht möglich ist, soll ein viertes MGH-Projekt mit einer Laufzeit bis 2025 aufgelegt werden. Auch das Land Rheinland-Pfalz arbeitet an einer Dauerfinanzierung der Häuser der Familie.  „Vor wenigen Wochen hat das MGH auch einen Bescheid vom Land erhalten, dass die Koordinierungsstelle im MGH Johanneshaus bis 2020 finanziert wird. Damit steht das MGH Johanneshaus auf stabilen Beinen“, sagt der Leiter des Hauses, Christoph Eiffler.