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Andere schließen, die VR-Bank wächst

Morbach. Mehr Mitglieder, mehr Kundeneinlagen, 6,5 Prozent Dividende - das Jahr 2011 ist für die VR-Bank Hunsrück-Mosel gut gelaufen. Dank Mittelstand schaut der Bankvorstand auch optimistisch in die Zukunft.

Morbach. Könnte die VR-Bank Hunsrück-Mosel ein Vorbild für die Kommunen sein? Immerhin hat sie vor mehr als zehn Jahren gleich zwei Mal fusioniert, und die Vorstandsmitglieder Kurt Pfeiffer, August Bollig und Markus Bäumler sind sich einig: "Das war ein Erfolgsmodell."
Seitdem sind die Filialen der Gemeinden Morbach, Thalfang, Grafschaft Veldenz, Neumagen-Dhron, Traben-Trarbach und Zeltingen-Rachtig unter einem Dach vereint. Langfristig konnte so Personal eingespart werden. In den vergangenen Jahren hat die Genossenschaftsbank allerdings auch wieder leicht aufgestockt auf heute 87 Mitarbeiter.
Doch gibt es für die drei Männer im Vorstand weitere Gründe, warum ihre Bank derzeit so gut dasteht. "Wir mussten im Gegensatz zu anderen nicht vom Staat unterstützt werden", sagt Pfeiffer. Krisenherde wie Griechenland oder Lehman-Brothers hätten die VR-Bank nicht betroffen. Dies schaffe Vertrauen, genauso wie die Strategie, sich auf die Mitglieder und Kunden vor Ort zu konzentrieren.
Die Zahlen scheinen dem Vorstand recht zu geben. Die Bilanzsumme ist 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf 325 Millionen gestiegen.
Die Kundeneinlagen haben sich um 2,8 Prozent auf 268 Millionen Euro erhöht. Dabei setzten die Kunden auf kurzfristige Anlagen, so der Vorstand. Der Trend gehe weg von den Direkt-Banken. Auch die Marktforschung zeige, persönliche Beratung sei verstärkt gefragt. Die VR-Bank mit ihren 13 Geschäftsstellen setzt deshalb weiter auf Fort- und Weiterbildung. Derzeit bildet sie sechs Azubis aus.
Ein Plus gibt es auch bei der Mitgliederzahl zu vermelden. 360 Menschen sind dazugekommen, 6400 waren es Ende 2011. Sie können sich über eine Dividende von 6,5 Prozent freuen. Freuen können sich auch 33 Sportvereine im Bereich der Genossenschaftsbank. Sie haben zusammen 30 000 Euro als Spenden erhalten insbesondere für die Jugendarbeit.
Die Kundenkredite sind 2011 bei der VR-Bank auf dem Vorjahresniveau geblieben, doch könnten sie laut Vorstand gerne ansteigen. Investitionen im Mittelstand standen dabei im Vordergrund. Der Mittelstand ist für den Bankvorstand auch Grund, trotz Ungewissheiten beim Euro und der Verschuldung der öffentlichen Haushalte zuversichtlich auf 2012 zu schauen.
Denn beim Mittelstand wird eine Steigerung von mindestens 0,5 Prozent erwartet. red

Schaut optimistisch in die Zukunft: Der Vorstand der VR-Bank mit Kurt Pfeiffer, August Bollig, Markus Bäumler (von links). TV-Foto: Marion Maier
Schaut optimistisch in die Zukunft: Der Vorstand der VR-Bank mit Kurt Pfeiffer, August Bollig, Markus Bäumler (von links). TV-Foto: Marion Maier