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Anlage für Klärschlamm-Vererdung ergänzt Werk Oberes Ruwertal Mandern - Kosten: 700 000Euro

 Drei riesige Anlagen sorgen in Zukunft für eine geordnete Klärschlammvererdlung. Unser Foto zeigt die letzten Verschönerungsarbeiten mit Polier Bernhard Reuter. TV-FOTO: HANS MUTH
Drei riesige Anlagen sorgen in Zukunft für eine geordnete Klärschlammvererdlung. Unser Foto zeigt die letzten Verschönerungsarbeiten mit Polier Bernhard Reuter. TV-FOTO: HANS MUTH FOTO: Hans Muth (hm) ("TV-Upload Muth"
Kell am See/Mandern. Ein weiteres Projekt der Verbandsgemeinde Kell am See ist fertiggestellt: Eine Klärschlamm-Vererdungs-Anlage ergänzt seit kurzem das Klärwerk Oberes Ruwertal bei Mandern. 700 000 Euro hat das Projekt insgesamt verschlungen. Hans Muth

Kell am See/Mandern. Werkleiter Jörg Jost von der Verbandsgemeinde Kell am See ist zufrieden. "Es hat alles geklappt, der Zeitplan ist eingehalten worden. Die Anlage ist fertig." Gemeint ist die neue Klärschlamm-Vererdungs-Anlage in unmittelbarer Nähe des Klärwerks Oberes Ruwertal bei Mandern.Mit Hilfe von Sonnenenergie



"Die bisherige Technik der Kläranlage war marode, sanierungsbedürftig und teuer im Betrieb. Das war für uns nicht länger tragbar", sagt Jost. "Deshalb musste eine Lösung für die Klärschlammbehandlung der Gruppenkläranlage her."
Mit dieser Investition ist das Klärschlamm-Management am Oberen Ruwertal nun wirtschaftlicher und zukunftsweisend. "Eine kluge und sinnvolle Kombination mit Sonnenenergie, welche die vorhandene Technik von gestern in den Schatten stellt", kommentiert Bürgermeister Martin Alten das Projekt.
Geldbeutelschonend sei das Projekt allemal. Nach Fertigstellung durch die Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft Eco Plant kann die etwa ein Fußballfeld große Vererdungsanlage pro Jahr bis zu 4500 Kubikmeter Schlamm aufnehmen.
Im Ergebnis werde durch die biologischen Prozesse aus der großen Menge an flüssigem Klärschlamm ein vergleichsweise kleines Häufchen hochwertiger und nützlicher Klärschlammerde übrig bleiben. Eine humusartige Erdsubstanz, die praktisch verwendet oder entsorgt werden könne, wenn es die Gesetzeslage erfordert.
700 000 Euro hat das Projekt verschlungen, ein zinsloses Landesdarlehen in Höhe von 525 000 Euro war dazu bewilligt worden.
Auch regionale Firmen waren an dem Projekt beteiligt, was auch Voraussetzung zur finanziellen Förderung gewesen war.