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Auf der Suche nach dem letzten Drachen

Versunken in der Märchenwelt: Auf der Suche nach dem letzten Drachen müssen die Kinder einige Abenteuer bestehen. Foto: Frank Faber
Versunken in der Märchenwelt: Auf der Suche nach dem letzten Drachen müssen die Kinder einige Abenteuer bestehen. Foto: Frank Faber
SCHILLINGEN. 65 Grundschulkinder belagerten zwei Tage ihre Turnhalle. Mit Entdeckungsreisen, verschiedenen Workshops und einem bewegten Mitmach – Theater stand alles auf dem Programm, was Kinder lieben. ARRAY(0xed856da8)

In der Halle knistert es vor Spannung. Ein geheimnisvolles Paket bringt eine dringende Botschaft nach Schillingen. Zelbor, der finstere Magier hat den letzten, singenden Drachen entführt. Wird der letzte Drache gerettet? Vorhang auf für das Mitmach-Theater. Gemeinsam mit dem Künstler und Autor Micha Steinhauser, entführen die Kinder ihre eingetroffenen Eltern ins Mittelalter. "Wir zeigen den Eltern spielerisch was wir zusammen erlebt und gelernt haben", erklärt Micha Steinhauser. Mit Geisterstimmen, Zaubersprüchen wie "Feuer, Wasser, Erde Luft" und magischen Geräten gelingt es den Nachwuchsmagieren den gefährlichen Drachentöter zu überlisten, und den letzten Drachen zu retten. "Oh Mann ist alles so aufregend hier", sagt Alina und atmet erst einmal tief durch. Parallel zum bewegten Theater wird in den verschiedenen Workshops "Altes neu entdeckt". Jan ist Bachforscher und untersucht den Flunterbach mit einer Becherlupe, und der neunjährige Julian lässt mit funkelnden Augen sein gebasteltes Borkenschiffchen schwimmen. Saskia und Miriam sind Feldgräber und setzen auf dem Acker gefundene Tonscheiben zu einem Teller zusammen. Christian hängt voller Stolz sein gefertigtes Wappen an die Wand. "Es ist spannend und faszinierend zu sehen, wie kreativ die Kinder sind", sagt Gemeindereferentin Anita Ludwig, die mit ihrem 15-köpfigen Betreuerteam den 65 Kindern mit Rat und Tat zur Seite steht. Natürlich konnte nicht jeder alles mitmachen. Wer es ruhiger mochte, fand immer ein Plätzchen, um das bunte Treiben zu beobachten. Langeweile kommt bei dem abwechslungsreichen Programm nicht auf. "Schade, dass die zwei Tage schon vorbei sind. Mir hat alles sehr gut gefallen", findet die siebenjährige Julia. Das Konzept der Kinderkulturtage hat sich bewährt. "Aber ohne engagierte Helfer ist so eine Veranstaltung nicht durchzuführen", dankt Anita Ludwig ihrem Betreuerteam. Gefördert wird die Ferienfreizeit durch das Kreisjugendamt Trier-Saarburg, das Land Rheinland-Pfalz, die Verbandsgemeinde Kell am See und verschiedene Orts- und Kirchengemeinden. Neben Schillingen fanden die Kinderkulturtage in Kell am See, Zerf erstmals auch in Grimburg und Hermeskeil statt.