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Kommunalpolitik
Neues Bauland und viele Ideen fürs Dorf

Bescheids Ortsbürgermeisterin Nastja Raabe mit Dennis Simon, dem zweiten Ortsbeigeordneten, vor dem geplanten Neubaugebiet „Bei den Apfelbaumfeldern“ – benannt nach den Bäumen am Rand der bisherigen Bebauung.
Bescheids Ortsbürgermeisterin Nastja Raabe mit Dennis Simon, dem zweiten Ortsbeigeordneten, vor dem geplanten Neubaugebiet „Bei den Apfelbaumfeldern“ – benannt nach den Bäumen am Rand der bisherigen Bebauung. FOTO: Ursula Schmieder
Bescheid. Der Bescheider Ortsgemeinderat hat einstimmig den Plan für die Apfelbaumfelder beschlossen. Von Ursula Schmieder

Der Bebauungsplan „Bei den Apfelbaumfeldern“ ist auf den Weg gebracht. Der Ortsgemeinderat Bescheid hat einstimmig beschlossen, den Plan aufzustellen. 18 Parzellen, 600 bis 700 Quadratmeter groß, sind unterhalb des Dorfes, anschließend an die bisherige Bebauung, vorgesehen.

Details der Planung erläuterte Anke Esseln vom Trierer Büro BKS Ingenieurgesellschaft. So schließt etwa eine gewünschte „Draufsicht“ von bis zu 7,5 Metern Höhe den Bau größerer Mehrfamilienhäuser aus. Außerdem können zwar Garagen mit Flachdächern gebaut werden, nicht aber Häuser. Sie sollten Pult- oder Satteldächer mit, laut Esseln, „nicht zu sehr abweichender Neigung“ haben. Die Vorgaben für die Begrünung der Grundstücke wurden auf Wunsch des Rates reduziert, um die Planung nicht über Gebühr zu „reglementieren“.

Michael Natter von der Zerfer Ingenieurgemeinschaft IPB stellte zudem vor, wie das Gelände erschlossen werden soll. So ist etwa für die Straße, entlang der links und rechts gebaut werden kann, eine Fahrbahn mit einem „überfahrbaren Pflasterstreifen“ vorgesehen. Unter ihm sollen Kabel und Rohre verlegt werden. Mit dem Ratsbeschluss ist nun der Weg offen für die Beteiligung sogenannter „Träger öffentlicher Belange“, die etwaige Bedenken äußern können.

Anschließend stellte Dorfmoderatorin Caroline Engelhardt vom Mainzer Büro für Garten- und Landschaftsarchitektur die Ergebnisse des von ihr begleiteten und nun abgeschlossenen Prozesses vor. Beginnend mit der Auftaktveranstaltung im vorigen Oktober hatten Bürger jeden Alters die Gelegenheit, Anregungen und eigene Ideen, aber auch Kritik einzubringen. Konkret gewünscht werden etwa zusätzliche Angebote für den Spielplatz. Bereits umgesetzt ist das für Feste, die nun mehr für Kinder bieten. Ebenfalls mehr angeboten werden soll im Bescheider Mehrgenerationenhaus. Angedacht sind ein Mittagstisch oder Weinproben wie im Rahmen von Themenabenden. Ergänzend zu dem beliebten Bäckerwagen mit Stehcafé gibt es zudem Überlegungen für ein regelmäßiges Dorfcafé am Sonntag.

Die Ideen kamen bei Arbeitskreisen zusammen, die möglichst weiter bestehen sollen, dank einer Fragebogenaktion und bei einem „Streifzug durch die Gemeinde“. Laut Ortsbürgermeisterin Nastja Raabe will der Rat nun grundlegende Voraussetzungen schaffen. So etwa indem für Bescheid die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde des Landes angestrebt wird. Dem Beispiel von Neuhütten und Züsch folgend, soll zudem eine Dorfbegleiter-Stelle geschaffen werden. Er oder sie könnte vieles mit auf den Weg bringen und so Raabe und ihre Beigeordneten entlasten. Außerdem ist mit relativ geringem Aufwand ein Wanderweg rings um den Ort geplant. Der „Schmetterlingspfad“ könnte auch zu den Bescheider Hügelgräbern führen und bietet in jedem Fall Pano­ramaausblicke.