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Feuerwehr
Brandschützer feiern mit Oldtimern und Basketball

Viele Generationen Feuerwehrdienst: Neben den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr feierten auch langjährige Aktive das 90-jährige Bestehen ihrer Wehr.
Viele Generationen Feuerwehrdienst: Neben den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr feierten auch langjährige Aktive das 90-jährige Bestehen ihrer Wehr. FOTO: Ursula Schmieder
Naurath/Wald. Naurath zelebriert das 90-jährige Bestehen seiner Feuerwehr. Sport, historische Autos und Musik: Es wurde ein umfangreiches Programm geboten. Von Ursula Schmieder

225 Naurather stemmten ein Doppelfest mit Hunderten von Gästen. Machbar war das nur, weil dort viele mitanpacken. Allen voran „unsere Frauen, Alterskameraden, Jung-Rentner, Förderverein und Jugendwehr“, dankte Wehrführer Lothar Adams dafür ausdrücklich beim Festkommers. Während er die Geschichte der Wehr Revue passieren ließ (zur Geschichte siehe Extra), rückten weitere Redner die Leistung der Wehren ins rechte Licht. Den 16 Wehren der VG gebührten „großer Respekt und Wertschätzung“, betonte VG-Beauftragter Hartmut Heck.

Gleichzeitig verwahrte er sich gegen Kritik, die oft von denen komme, die ganz selbstverständlich ehrenamtliche Hilfe erwarteten – bei vollgelaufenen Kellern wie bei Bränden oder Unfällen. Das Geld für das Feuerwehrwesen sei „gut angelegt“, und die Wehren seien auch keine „Trinkvereine“. Sie seien vielmehr gut ausgestattet – mit gut ausgebildeten und hochmotivierten Aktiven. Kreisfeuerwehrinspekteur Christoph Winckler sicherte zu, der Bevölkerung auch künftig in Notlagen zu helfen. Und das, obwohl Wehrleute immer öfter mit Aufgaben konfrontiert würden, für die sie gar nicht zuständig seien.

Daniel Bredel, Wehrleiter der VG, wagte aber auch ein nachdenklich stimmendes „verlasst euch nicht drauf“. Helfer fielen nicht vom Baum, appellierte er, die eigenen Wehren zu unterstützen. „Für Naurath ist es daher umso wertvoller, dass sich dort vor Jahren Engagierte fanden, die die Jugendarbeit aufbauten“, lobte Ortsbürgermeister Werner Weber, der selbst 25 Jahre lang stellvertretender Wehrführer war.  Von den heute 23 Aktiven – 22 Männer und eine Frau – kommen zehn aus der Naurather Jugendwehr mit derzeit 17 Aktiven, elf Jungen und sechs Mädchen. Der Erfolg spiegelt sich auch in aktuellen personellen Änderungen.

Für Frank Klassen rückt nach zehn Jahren als stellvertretender Wehrführer Maximilian Rüssel und nach 17 als Jugendwart Stefan Jücker nach. Klassen wurde für sein Engagement das Ehrenzeichen der Landesjugendfeuerwehr in Gold verliehen. Nach Kommers und Konzert am Samstagabend sowie dem Sonntagsgottesdienst waren Spaß und Aktion angesagt beim zweitägigen Fest. Die Feuerwehr Hermeskeil bot eine Schauübung, Jugend- und Bambini-Wehren wetteiferten auf einem Parcours, und die Gladiators Trier präsentierten „Basketball zum Anfassen“. Anschließend unterhielt die Musikvereinigung Büdlich-Breit/Heidenburg, umrahmt von Moped-Oldtimern, auf dem Festplatz.