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Kommunalpolitik
Das Hermeskeiler Jugendzentrum H-Town zieht um

Hermeskeil. Die jetzigen Räume des Jugendzentrums H-Town im Keller der Hermeskeiler Grundschule sind stark sanierungsbedürftig. Der Stadtrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung gegen eine Instandsetzung der Räumlichkeiten und stattdessen für einen Umzug ausgesprochen.
Christa Weber

Neues Domizil soll eine ehemalige Schreinerei in der Saarstraße werden. Die Mitglieder des Kultur- und Jugendausschusses hatten in den vergangenen Wochen mehrere mögliche Mietobjekte besichtigt, darunter auch das ehemalige Kino in Hermeskeil.

Dort wäre laut dem städtischen Beigeordneten Willi Auler allerdings der „Renovierungsaufwand mindestens genauso hoch wie in der Grundschule“. Durch den Umzug in die Saarstraße komme die Stadt „sehr günstig“ an einen neuen Jugendraum. Für die Einrichtung der noch zu renovierenden Räume sei zudem ein Zuschuss durch die Stiftung des Landkreises Trier-Saarburg möglich.

In den städtischen Haushalt für 2018 wurden vorsorglich 147 000 Euro eingestellt, für den Fall, dass tatsächlich eine Sanierung der Räume in der Grundschule notwendig geworden wäre. Für den Umzug des Jugendzentrums, der voraussichtlich nicht vor Mitte Mai/Anfang Juni erfolgen wird, rechnet die Stadt mit Kosten zwischen 10 000 und 15 000 Euro. Da diese durch den Haushaltsansatz mehr als gedeckt seien, sprach sich René Treitz (SPD) dafür aus, „mit neuen Geräten und Möbeln in die neuen Räume reinzugehen“. Dem stimmte die Mehrheit zu.

Stadtbürgermeister Mathias Queck betonte, die Stadt habe Wert darauf gelegt, den Zentrumsleiter Martin Strube und auch die Jugendlichen selbst bei der Entscheidung einzubeziehen. Strube lobte die neuen Räume als „ sehr gute Alternative“. Ausschlaggbend für den Umzug sei außerdem, dass das Zentrum im Falle einer Sanierung für sechs Monate hätte geschlossen werden müssen. Der Stadtbürgermeister wurde vom Rat beauftragt, den Mietvertrag auszuhandeln. Zudem sollen noch offene Fragen zu Barrierefreiheit und Brandschutz geklärt werden.