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Der Dorfladen in Mandern nimmt Gestalt an

Schön soll er werden, der Dorfladen in Mandern: Heinz Philippi (links) und Klaus Marx arbeiten daran mit. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Schön soll er werden, der Dorfladen in Mandern: Heinz Philippi (links) und Klaus Marx arbeiten daran mit. TV-Foto: Herbert Thormeyer FOTO: Herbert Thormeyer (doth), Herbert Thormeyer ("TV-Upload Thormeyer"
Mandern. In sechs bis acht Wochen soll die Genossenschaft gegründet werden, die den Manderner Dorfladen betreibt. Das Geschäft ist ein wichtiger Teil des neuen, 850 000 Euro teuren Bürgerzentrums des Hochwaldorts. Alle Vorbereitungen laufen. Jetzt sind bereits die ersten Regale aufgestellt und Theken eingebaut worden. Weiterhin können Anteile erworben werden, um Mitbesitzer am Dorfladen zu werden.

Mandern. Es wird ausgemessen, gebohrt und geschraubt im künftigen Verkaufsraum des Manderner Dorfladens. Dort gibt es viel zu tun für die rund 25 Helfer, die bei der Umsetzung des neuen Manderner Bürgerzentrums anpacken.
Die neue Einkaufsstätte soll von einer Genossenschaft betrieben werden, eine Gesellschaftsform, die Verantwortung auf viele Schultern verteilt. Aber in das Haus in der Schulstraße kommen weitere Räume als Treffpunkt, Büro, Bauhof und Essensausgabe für Kita und Grundschule sowie ein Bürgercafé. Eine Investition von 850 000 Euro steht bislang unterm Strich (der TV berichtete mehrfach). Die endgültigen Kosten stehen noch nicht fest. Ein zusätzlicher Förderantrag wurde bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier gestellt. Noch in diesem Monat wollen diese Behörde und die Verbandsgemeinde Kell die Notwendigkeit vor Ort prüfen.
Gerade hat der Ortsgemeinderat beschlossen, eine Küche einzubauen, die für einen professionellen Betrieb zugelassen ist, was wiederum Mehrkosten von 8000 Euro verursacht. "Dafür erfüllt diese Küche alle Vorgaben wie in einem Restaurant", erklärt Kohley.
Das Pfiffige an der finanziellen Bürgerbeteiligung ist laut Ortsbürgermeister Tim Kohley: "Jeder unserer bislang 300 Anteilszeichner wird nach der Eröffnung auch Ladenbesitzer."
Nach der Eröffnung, so der Tipp des Ortschefs, fällt beim Erwerb von Anteilen wegen Bearbeitungskosten eine Gebühr an. Bislang seien es ja nur Reservierungen. Und außerdem nähmen ja die ersten Anteilseigner ein höheres Risiko auf sich als diejenigen, die erst mal abwarten wollen, wie das alles läuft.
Um eine Genossenschaft zu gründen, müssen eine Kostenrechnung und ein Businessplan vorgelegt werden. "Beides haben wir mit dem Vorstand der Volksbank Trier ausgearbeitet", sagt Kohley, denn diese Bank sei ja selbst genossenschaftlich organisiert. Auch die Satzung ist fertig.
Jetzt werden diese Unterlagen vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband geprüft.
Sechs bis acht Wochen wird das dauern, so Kohleys Schätzung.
Es wird wohl Anfang Dezember werden, bis die Eröffnung des Manderner Dorfladens groß gefeiert werden kann. dothExtra

Die Stadtwerke Trier (SWT) starten in Kürze eine Umfrage in Manderner Haushalten, ob ein Interesse an einer Gasversorgung besteht. "Diese Energieform ist auch für unsere Kita, die Grundschule und das geplante Neubaugebiet interessant", sagt Ortsbürgermeister Tim Kohley. Eine Leitung liegt bereits bis Niederkell zur Firma Bilstein. Jetzt soll mit der Umfrage ermittelt werden, ob das Interesse der Privathaushalte groß genug ist, um die Kosten für ein Gasnetz im Dorf zu decken. doth