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Brandschutz
Feuerwehrjugend im Wettkampffieber

Beim Wettkampf der Jugendfeuerwehren müssen die Teilnehmer unter anderem Wasser auf einer wackeligen Holzkonstruktion balancieren.
 
Beim Wettkampf der Jugendfeuerwehren müssen die Teilnehmer unter anderem Wasser auf einer wackeligen Holzkonstruktion balancieren.   FOTO: TV / Jugenfeuerwehr Heddert
Heddert. Die Jugendfeuerwehr Heddert feiert 15-jähriges Bestehen. Von Christian Thome

Doppelten Grund  zum Feiern hatte die Gemeinde Heddert. Denn im Rahmen der Laurentius-Kirmes wurde auch der Festakt zum 15-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr mit einem Wettkampf zelebriert. Dabei waren nicht nur feuerwehrtechnische Kenntnisse gefragt. Es musste auch geschätzt, ein Lego-Haus nachgebaut, mit vollgesogenen Schwämmen geworfen und Wasser auf einer extra angefertigten, sehr wackeligen Konstruktion transportiert werden. Natürlich nahm auch die hauseigene Jugendfeuerwehr  gemeinsam mit der Wehr aus Waldweiler, mit der seit einiger Zeit eine Übungsgemeinschaft besteht, teil. Mit Wettkämpfen kennen sich die Hedderter Jugendlichen aus, blickt man doch zurück auf goldene Jahre der Jugendarbeit. Unvergessen bei Anhängern der Feuerwehr bleibt das Double aus Wanderrallye und Lagerolympiade beim Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Thomm, das der Brandschützer-Nachwuchs für sich entscheiden konnte.  Doch diese Titel rücken in die zweite Reihe, denn die wichtigen Zahlen sind andere. 27 Jugendfeuerwehrmitglieder hatte man zeitweise. Damit war man immer wieder die größte Wehr im Kreis Trier-Saarburg. Einst  war also knapp jeder zehnte Einwohner in der Jugendfeuerwehr zu finden. 15 Jugendliche sind  mittlerweile zu aktiven Mitgliedern in der „großen“ Feuerwehr geworden.

Wehrführer Manfred Wagner weiß, wer daran großen Anteil hat: „Ich möchte mich nochmal herzlich bei den beiden ehemaligen Jugendwarten Peter Scherf und Markus Kettern bedanken, die durch ihr Einverständnis, die Jugendfeuerwehr zu leiten, das alles erst möglich gemacht haben.“

Doch der demografische Wandel geht auch an Heddert nicht spurlos vorbei. Die Jugendfeuerwehr ist geschrumpft. Die Kooperation mit dem Nachbarort Waldweiler wurde fast unerlässlich. „Umso wichtiger ist es, dass wir nicht aufgeben“, sagte Wagner und fügte hinzu: „Deshalb kann ich mich nur in besonderem Maße bei den jetzigen Jugendwarten Katharina Scherf und Matthias Scherf bedanken, die die schwere Aufgabe nach der Ära Peter und Markus übernommen haben und ihre Arbeit seit nunmehr fünf Jahren sehr, sehr gut verrichten.“ Wagner bedankte sich auch bei allen Unterstützern, egal ob aus Gemeinde, Heimatverein oder befreundeten Feuerwehren.

Es folgte der  – zumindest für die Kleinen – spannende Teil des Tages. Unter den Augen des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Kell, Martin Alten, des stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisjugendfeuerwehrverbandes Christian Rock, des Jugendpflegers Jochen Heib und von Pastor Kai Georg Quirin war es schließlich die Jugendfeuerwehr aus Pluwig/Gusterath, die den Pokal nach Hause mitnehmen durfte.

Gewonnen hatten jedoch alle, denn lachende Gesichter und ein schöner Wettkampf waren das Entscheidende an diesem Tag.  Nach diesem Credo erhielt nicht nur die  erste, sondern alle teilnehmenden Gruppen einen Pokal. Und so hatte jeder mit den Heddertern eines gemeinsam: doppelten  Grund zu feiern.