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Kultur
Bilder, die zum Träumen einladen

Katharina Loch (vorne) mit Renate und Ferdinand Lorscheider, zwei Besuchern der Eröffnung der Reihe „Hermeskeiler Kultur(er)Leben“ mit Werken von Loch.
Katharina Loch (vorne) mit Renate und Ferdinand Lorscheider, zwei Besuchern der Eröffnung der Reihe „Hermeskeiler Kultur(er)Leben“ mit Werken von Loch. FOTO: Ursula Schmieder
Hermeskeil. Die Reihe „Hermeskeiler Kultur(er)Leben“ ist in die nächste Runde gestartet. Zum Auftakt bestaunten die Besucher Glasobjekte und Gemälde von Katharina Loch aus Beuren. Von Ursula Schmieder

Gemälde mit Motiven, die Betrachter träumen lassen, und Kunstobjekte, die schon mit der Vielfalt verwendeter Materialien beeindrucken. Die Werke von Katharina Loch bestechen aber vor allem durch künstlerische und handwerkliche Qualität. Für ihre abstrakten Bilder aus Glas gilt das ebenso wie für Lichtobjekte aus Holz wie aus unterschiedlichen Naturmaterialien.

 Besucher der Vernissage, die auf die neue Runde der Reihe „Hermeskeiler Kultur(er)Leben“ einstimmte, waren beeindruckt. „Man kann zweimal rundgehen und entdeckt immer wieder etwas anderes“, sagte eine 85-Jährige. Marga Brandt gefiel vor allem die Vielseitigkeit. Sie könne gar nicht sagen, was ihr am besten gefalle. Die Kombination von Glas und Licht mit Motiven aus Natur und Tierwelt sei sehr interessant, fand Julia Forster.

 Die faszinierenden Arbeiten sind Lochs Berufsentscheidung zu danken. Die Arbeit als Kunstglaserin habe sie geprägt, erklärte die 28-jährige Glasermeisterin und -veredlerin Fachrichtung Glasmalerei. Als Angestellte bearbeitet, bemalt und restauriert sie insbesondere Kirchenfenster und sieht daher ihr künstlerisches Engagement als Komplettierung: „Da kann ich meine Kreativität, die ich seit meiner Kindheit habe, wieder ausleben.“

 Das Ergebnis sind „Gedankenwelten in Bilder“ gefasst, wie es Stadtbürgermeister Mathias Queck formulierte. Für Laudator Peter Valerius ist Loch eine freischaffende „Künstlerin mit vielen Gesichtern“. Schon mit ihrem Meisterstück „Waldgeflüster“ habe sie sich als Bundessiegerin in der Kategorie „Die gute Form im Handwerk“ einen Namen gemacht.

Gastgeber Carlo Schuff sieht die Ausstellung in Räumen der Sparkasse als Bereicherung. Die Exponate zeichne ein Zusammenspiel unterschiedlichster Werkstoffe aus. Für den städtischen Kulturbeirat der Stadt würdigte Willi Auler das ehrenamtliche Engagement im Hintergrund, wofür er stellvertretend Renate Meyer dankte. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von dem Hermeskeiler Band-Gitarristen Herbert Seer. Nächster Termin der Reihe: Politisches Kabarett mit Robert Griess, Samstag, 15. September, Mehrgenerationenhaus.