| 20:36 Uhr

Ein Verein stellt sich Herausforderungen

Sie wollen für mehr Zusammengehörigkeitsgefühl sorgen: (von links) zweiter Vorsitzender Kai Spang, Vorsitzender Karsten Jung und Schriftführer Stefan Hunsicker werben für den Gewerbeverein Zerf. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Sie wollen für mehr Zusammengehörigkeitsgefühl sorgen: (von links) zweiter Vorsitzender Kai Spang, Vorsitzender Karsten Jung und Schriftführer Stefan Hunsicker werben für den Gewerbeverein Zerf. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Zerf. Das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken, sich im Hinblick auf ein neues Baugebiet als kompetente Partner für Bauherren präsentieren und die künftige Großbaustelle der Ortsdurchfahrt meistern sind die drei Aufgaben, die sich der Verein der Zerfer Kaufleute und Gewerbetreibenden gestellt hat. Aus der Diskussion um die Ansiedlung eines Norma-Marktes will man sich heraushalten. Herbert Thormeyer

Zerf. Der Gewerbeverein Zerf hat in den 20 Jahren seines Bestehens manche Höhen und Tiefen erlebt. Ende letzten Jahres zog die Vorsitzende, Elke Kresse, weg. Jetzt ist mit dem neuen Vorsitzenden Karsten Jung der Vorstand wieder komplett. Am 7. Mai will er, gemeinsam mit seinen Stellvertretern Kai Spang und Markus Klos, Schriftführer Stefan Hunsicker, Kassenwart Markus Kann sowie den Beisitzern Sascha Gertz und Herbert Merz beraten, wie den anstehenden Herausforderungen zu begegnen ist.
Zusammenschluss von 30 Firmen


Im Verein haben sich rund 30 Firmen zusammengeschlossen. "Wir müssen zunächst ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln", sieht Karsten Jung als die dringendste Aufgabe an. Weihnachtsgrüße und ein Neujahrsempfang reichen nicht. Sein Stellvertreter Kai Spang hat da schon eine Idee: "Wir sollten etwas organisieren, um uns besser austauschen und kennenlernen zu können. Vielleicht einen Wandertag oder einen Ausflug." Auch Märkte könnten wiederbelebt werden. Zerf besitze schließlich das Marktrecht. Über dem Dorf schwebt seit geraumer Zeit die Diskussion um die Ansiedlung eines Norma-Marktes (der TV berichtete mehrfach). Der Gewerbeverein will sich neutral verhalten. Nur so viel: "Ein Gewerbeverein ist nicht dafür da, Neuansiedlungen zu verhindern", sagt der Vorsitzende und Stellvertreter Spang unterstreicht die Aussage: "Boykottieren ist nicht unsere Aufgabe." Es gehe doch auch um neue Arbeitsplätze und neue Menschen, die ins Dorf kommen.
Dennoch ist es zu Austritten wegen dieses Ansiedlungswunsches gekommen, dem der Ortsgemeinderat inzwischen zugestimmt hat. Vorsitzender Jung ist für die Freie Bürgerliste Mitglied in diesem Gremium. "Das hat den Vorteil, Informationen aus erster Hand zu bekommen", lautet dafür sein Argument.
Viel Informations- und Diskussionsarbeit sieht der Vorstand mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt auf sich zukommen, die spätestens im nächsten Frühjahr startet. "Bei einer Vollsperrung sind Existenzen in Gefahr", sagt Jung. Der Verein wolle Bedenken bündeln, auch für Nichtmitglieder, und mit den Verantwortlichen des Projektes nach Lösungen suchen.
Beim Neubaugebiet Schulstraße II wollen sich vor allem die Handwerksbetriebe als eine Einheit präsentieren. "Unsere Argumente sind die Qualität und die örtliche Nähe", macht der Vorsitzende klar.
Gute Chancen sieht Jung auch für das Gewerbegebiet Zerfer Kreisel: "Norma könnte zur Initialzündung für neue Betriebe werden." Für vier bis fünf neue Firmen sei hier bestimmt Platz.
Extra

Drei Vereine vertreten die örtliche Geschäftswelt in Hermeskeil und Kell: Hochwald-Gewerbeverband Hermeskeil, Vorsitzender: Günter Weber, Telefon 0171/7329321, www.hgv-hochwald.de; Gewerbeverein Reinsfeld e.V., Vorsitzender Karl-Josef Gaspers, Telefon 06503/994540; Gewerbeverein Zerf, Vorsitzender Karsten Jung, Telefon 06501/6030311 und 0177/4243628. Quelle: www.ihk-trier.de dothExtra

Das sagt die Industrie- und Handelskammer (IHK) zur Entwicklung des Einzelhandels: "Wer lebens- und erlebenswerte Städte in der Region Trier erhalten will, muss den innerstädtischen Handel stärken. Die IHK Trier setzt sich als Träger öffentlicher Belange in ihren Stellungnahmen für eine innenstadtorientierte Ansiedlungspolitik ein, insbesondere im Hinblick auf Betriebe, die typische Citysortimente führen. Diese sollten in zentralen Versorgungsbereichen angesiedelt werden, die eine gute Versorgung der umliegenden Wohnbevölkerung gewährleisten, innerörtliche Strukturen stärken und städtebaulich keine negativen Auswirkungen haben." Quelle: Ursula Bartz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit doth