| 15:51 Uhr

Straßenbau
Endspurt in Zerf: Neue Ortsdurchfahrt soll Anfang November fertig sein

Der Weg von der Manderner Straße (hier rechts im Bild) auf die Zerfer Ortsdurchfahrt ist ab dem 24. September für etwa drei Wochen versperrt. Bis zum Abschluss des Straßenausbaus, der Mitte 2016 begonnen hat, dauert es aber nicht mehr lang.
Der Weg von der Manderner Straße (hier rechts im Bild) auf die Zerfer Ortsdurchfahrt ist ab dem 24. September für etwa drei Wochen versperrt. Bis zum Abschluss des Straßenausbaus, der Mitte 2016 begonnen hat, dauert es aber nicht mehr lang. FOTO: Trierischer Volksfreund / Christa Weber
Zerf. Das Ende des Ausbaus an der Ortsdurchfahrt ist in Sicht: Ab Montag ist zwar für drei Wochen die Einmündung zur Manderner Straße gesperrt. Das bedeutet noch einmal Umwege. Dafür soll aber Anfang November alles fertig sein. Von Christa Weber
Christa Weber

Es ist ein Mammutprojekt für alle Beteiligten. Seit Sommer 2016 läuft der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Zerf. In sechs Abschnitten auf 970 Metern Länge wird die Straße seitdem rundum erneuert – inklusive Fahrbahnen, Parkstreifen und Gehwegen. Auch im Untergrund ist viel passiert: Die Werke der Verbandsgemeinde (VG) Kell am See haben Kanäle, Leitungen und Hausanschlüsse verlegt. Zusätzlich kamen Stromleitungen und Glasfaserkabel fürs schnelle Internet ins Erdreich. Kosten insgesamt: rund 3,5 Millionen Euro, die sich auf den Bund, die Werke und die Ortsgemeinde verteilen.

Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit und den damit zusammenhängenden Umleitungen naht nun das Ende der Großbaustelle im Zerfer Ortskern. „Anfang November sollte das Projekt abgeschlossen sein“, teilt Frank Zimmer vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) mit. Bevor es so weit ist und die Bagger und Baumaschinen abziehen, gibt es aber noch einiges zu tun. Ab Montag, 24. September, wird laut LBM im aktuellen letzten Ausbauabschnitt der Einmündungsbereich zur Manderner Straße voll gesperrt (siehe Grafik). Die Umfahrungsmöglichkeit der Baustelle innerorts über die Bahnhofstraße und die Manderner Straße wird dann für etwa drei Wochen nicht mehr zur Verfügung stehen. Wer dann aus dem Ort raus in Richtung B 407/Hermeskeil oder in umgekehrter Richtung fahren will, der muss die seit Baubeginn geltende offizielle Umleitung über die K 139 und Greimerath nehmen. Am 12. Oktober soll die Sperrung an der Manderner Straße voraussichtlich wieder aufgehoben werden.

Die Ortsdurchfahrt in Zerf ist ab Montag, 24. September, im Bereich der Einmündung Manderner Straße für voraussichtlich drei Wochen gesperrt.
Die Ortsdurchfahrt in Zerf ist ab Montag, 24. September, im Bereich der Einmündung Manderner Straße für voraussichtlich drei Wochen gesperrt. FOTO: TV / Eltges, Stefanie

Bis dahin werden laut LBM in der Ortsdurchfahrt zwischen den Einmündungen zur Bahnhofstraße und Manderner Straße die noch fehlenden Asphaltschichten aufgetragen. Ab dem 12. Oktober folgen noch ausstehende Arbeiten beispielsweise an den Gehwegen. „Da muss ein Teil noch gepflastert werden“, teilt LBM-Mitarbeiter Zimmer mit. Außerdem seien noch Angleichungen an die Grundstückszufahrten und Restarbeiten an der Großbachbrücke vorzunehmen. Anfang November lägen zwar noch nicht alle Prüfungsergebnisse für die Asphaltqualität vor – bei Mängeln müsse gegebenenfalls nachgebessert werden. Aber die geplanten Bauarbeiten seien dann beendet.

Das wird viele Anwohner, aber vor allem auch die Geschäftsinhaber im Ort freuen. Einige hatten aufgrund der langen Sperrung der Ortsdurchfahrt über Umsatzeinbußen geklagt (der TV berichtete). Denn ihre Betriebe waren zwischenzeitlich schwer oder mit dem Auto gar nicht mehr erreichbar. Manche hatten sogar befürchtet, die Situation könne für ihr Geschäft existenzbedrohend sein.

„Für manche Betriebe war das schon eine stramme Situation, da gab es sicherlich Einbußen“, stellt Ortsbürgermeister Dieter Engelhardt (SPD) fest. Für diejenigen, die durch die Dauer-Baustelle „besonders arg gebeutelt“ worden seien, versuche die Gemeinde deshalb gemeinsam mit der VG-Verwaltung und dem LBM „Lösungen zu finden, um ihnen ein Stück weit zu helfen“.

Unterm Strich, sagt Engelhardt, könne man das Projekt als gelungen bezeichnen. Der Zeitplan, der von Beginn an kommuniziert worden sei, werde eingehalten. Bei anderen Ortsdurchfahrten, beispielsweise in Freudenburg (VG Saarburg), habe sich der Ausbau deutlich länger hingezogen. In der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend wurde die angekündigte Sperrung im Bereich Manderner Straße kurz thematisiert. Auf Nachfrage von Ratsmitglied Johannes Bustert (FBL) teilte der Ortschef mit, dass die Busfahrpläne für Schüler und Kita-Kinder angepasst worden seien. Wer in den kommenden Wochen größere Anlieferungen erwarte, solle dies frühzeitig mit der Bauleitung vor Ort abstimmen. Für den Schwerlastverkehr gelte die offizielle Umleitungsstrecke über Greimerath.