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Erst schnuppern und dann entscheiden

Bei den Bambini der Freiwilligen Feuerwehr Beuren steht der Spaß noch an erster Stelle. TV-Foto: Ursula Schmieder
Bei den Bambini der Freiwilligen Feuerwehr Beuren steht der Spaß noch an erster Stelle. TV-Foto: Ursula Schmieder FOTO: Ursula Schmieder (urs) ("TV-Upload Schmieder"
Beuren. 40 Jahre nach Gründung ihrer Jugendwehr hat die Freiwillige Feuerwehr Beuren auch eine Bambiniwehr gegründet. Sechs Jungs und fünf Mädchen sind aktuell dabei.

Beuren. Die Zehnjährigen und Älteren, die einen Löscheinsatz vorbereiten, sind schon richtig gefordert, während bei den Bambini ab sechs Jahren die Gaudi im Vordergrund steht. "Das soll ja Spaß machen", erklärt Betreuerin Carina Wahlen. Die Kinder würden "spielerisch und miteinander an Feuerwehr" herangeführt und erlebten nebenbei die Arbeit von Wehrleuten hautnah. Stellvertreter Dirk Wahlen ergänzt, sie könnten "ein bisschen schnuppern" und dann immer noch schauen, ob sie in die Jugendwehr mit aktuell zehn Mädchen und vier Jungs wollten. Dass das Ehepaar, er Feuerwehrmann, sie Erzieherin, die Kinder betreut, ist für die Freiwillige Feuerwehr Beu ren ein Glücksfall. Denn Bambini sollten immer von pädagogisch erfahrenen Personen betreut werden. Schließlich geht es weniger darum, technisches Wissen zu vermitteln als vielmehr "das Soziale und die Erfahrung, als Team zusammen zu arbeiten", sagt Dirk Wahlen. Während Marleen (9) noch unschlüssig ist, ob sie in die Jugendwehr wechselt, steht das für Emilija (9) bereits fest: "Ich find\'s gut, dass wir Spiele spielen und viel über die Feuerwehr reden." Dass davon einiges im Hinterkopf bleibt, macht Sebastian (6) deutlich, für den es absolut in Ordnung ist, dass die Hermeskeiler Wehr anders als die Beurener einen Leiterwagen hat: "Die haben ja ein Krankenhaus."
Gestartet sind die Bambini der Wehr, die 2021 ihren 100ten feiern will, im November. Doch die Gründung der jüngsten Einheit wurde erst nun mit dem 40ten der Jugendwehr gefeiert. Laut Jugendwart Florian Rausch sind solche Nachwuchsgruppen heute ähnlich wichtig wie vor vier Jahrzehnten Jugendwehren. Denn Zehnjährige haben dank vielfältiger Möglichkeiten in Schule und Freizeit oft schon andere Interessen. urs