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Kommunalpolitik
Mehr Übersicht an Problem-Kreuzung in Hentern

Für gefährlich halten die Ratsmitglieder in Hentern den Knotenpunkt Schulstraße/Waldstraße. Sie würden ihn gern neu gestalten.
Für gefährlich halten die Ratsmitglieder in Hentern den Knotenpunkt Schulstraße/Waldstraße. Sie würden ihn gern neu gestalten. FOTO: Christa Weber
Hentern. In Hentern steht die Dorfentwicklung im Fokus. Unter anderem forciert der Gemeinderat die Sanierung der Ortsdurchfahrt. Dabei denkt er an eine verbesserte Verkehrsführung an der Schulstraße. Von Christa Weber
Christa Weber

Geht es nach dem Wunsch der Henterner Ratsmitglieder, wird sich das Ortsbild in naher Zukunft deutlich verändern. Es gibt so manche Stelle, die nach Meinung der Lokalpolitiker besser gestaltet werden könnte. Dafür soll eine Dorfmoderation Impulse geben. Dabei sammelt ein externer Berater zwei Jahre lang gemeinsam mit den Bürgern Vorschläge, wie der Ort entwickelt und die Dorfgemeinschaft gestärkt werden könnten.

Die Gemeinde Hentern hat für die Dorfmoderation Landeszuschüsse beantragt. Wie Ortsbürgermeister Michael Marx im Gemeinderat mitteilte, ist mit der Zusage „nicht vor April“ zu rechnen. Es sei aber „fest zugesagt gewesen“, dass Hentern 2018 loslegen könne. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, vom Land zur Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung ernannt zu werden. Dann winken dem Ort acht Jahre lang hohe Zuschüsse für alle Projekte zur Dorfentwicklung. Der Rat hat beschlossen, sich schon jetzt für 2019 als Schwerpunktgemeinde zu bewerben.

Im Rahmen der geplanten Dorfmoderation will der Rat auch zwei Verkehrsprobleme angehen: die Sanierung der Ortsdurchfahrt und eine Entschärfung des Einmündungsbereichs Schulstraße/Wald­straße. „Wir hatten hier einen Kreisverkehr angeregt, dazu aber bisher noch nichts Schriftliches auf die Reise gebracht“, sagte Marx in der Sitzung. Der Landkreis Trier-Saarburg entscheide bald über sein weiteres Straßenausbauprogramm, für das man die Henterner Ortsdurchfahrt rechtzeitig anmelden müsse.

Diskutiert wurde, ob die Straßensanierung mit einem Antrag für den Bau eines Kreisverkehrs am Ortsausgang in Richtung Lampaden verknüpft werden sollte. Einige Ratsmitglieder hatten dagegen Bedenken, auch wegen der zu erwartenden hohen Kosten für einen Kreisel. „Klar ist, dass wir etwas machen müssen“, stellte Michael Lehnen fest. An dem Knotenpunkt träfen sechs Straßen aufeinander. „Das ist eine gefährliche Ecke, ein großer Platz, wo die Leute wild kreuz und quer fahren.“ Eine neue Gestaltung sei unbedingt notwendig – egal, ob mit einem Kreisverkehr oder anderen Mitteln. Bernhard Wagner gab zu bedenken, dass es zu dem Knotenpunkt  schon vor Jahren Gespräche mit der Verkehrsbehörde gegeben habe. Damals sei gesagt worden, dass „eine gewisse Unübersichtlichkeit“ auch dazu beitrage, dass dort langsamer gefahren werde.

Der Rat beschloss einstimmig, die Sanierung der Ortsdurchfahrt anzumelden. In dem Antrag soll die Verwaltung darauf hinweisen, dass die Gemeinde im Rahmen der Dorfmoderation eine neue Verkehrsführung an der Schulstraße anstrebt.