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Hermeskeiler Heim fest in Frauenhand

Sie haben künftig in St. Klara das Sagen: Pflegedienstleitern Claudia Reichert (links) und Heimleiterin Maria Arm-Joseph (rechts) – auf dem Foto im Gespräch mit Gertrud Rosenkränzer und Vitus Dier, die in der Tagespflege betreut werden – sind die neuen Führungskräfte im Hermeskeiler Altenzentrum. TV-Foto: Axel Munsteiner
Sie haben künftig in St. Klara das Sagen: Pflegedienstleitern Claudia Reichert (links) und Heimleiterin Maria Arm-Joseph (rechts) – auf dem Foto im Gespräch mit Gertrud Rosenkränzer und Vitus Dier, die in der Tagespflege betreut werden – sind die neuen Führungskräfte im Hermeskeiler Altenzentrum. TV-Foto: Axel Munsteiner
Einmal kräftig am Personalkarussell hat die Träger-Gesellschaft Marienhaus in zwei ihrer insgesamt 17 Altenheime gedreht: Nach dem Wechsel von Wolfgang Berg, der künftig in Morbach das Haus St. Anna leitet (der TV berichtete), ist das Hermeskeiler Altenzentrum nun fest in Frauenhand: Dort sind Maria Arm-Joseph und Claudia Reichert die neuen Führungskräfte. Von unserem Redakteur Axel Munsteiner

Hermeskeil/Morbach. Von allen Beteiligten im großen "Wechselspiel" war der Weg für Maria Arm-Joseph am kürzesten. Denn die neue Heimleiterin ist eine alte Bekannte im Hermeskeiler Altenzentrum St. Klara. Sie musste in dem Haus mit seinen 94 vollstationären Pflegeplätzen und zwölf Tages- sowie zwei Nachtpflegeplätzen nur das Büro wechseln. Bis dato war die gebürtige Primstalerin, die seit 2004 in der Hochwaldstadt wohnt und arbeitet, nämlich Pflegedienstleiterin in St. Klara. Zuvor war sie 28 Jahre lang als OP-Schwester im Waderner Krankenhaus tätig. Nach dem Wechsel des bisherigen Heimleiters Wolfgang Berg nach Morbach - er übernimmt dort Heim- und Pflegedienstleitung in Personalunion (der TV berichtete) - trägt die 52-Jährige nun in ihrer neuen Funktion in Hermeskeil die Verantwortung für die Verwaltung sowie den hauswirtschaftlichen, technischen und seelsorgerischen Bereich der Einrichtung mit ihren circa 100 Mitarbeitern.Abschied nach 20 Jahren

"Es kommt aber nichts grundsätzlich Neues. Bei Krankheit oder Urlaub habe ich schon früher die Vertretung als Heimleiterin gemacht", sieht Arm-Joseph ihrer neuen Aufgabe gelassen entgegen. Außerdem sei sie davon überzeugt, dass sie sich auf ihre neue Partnerin "in einem gleichberechtigten Team" verlassen könne, fügt sie hinzu. Gemeint ist damit Claudia Reichert, die nunmehr als Pflegeleiterin in St. Klara fungiert. Im "Ringtausch" des Führungs-Personals, so nennt es der Pressesprecher des Trägers, Heribert Frieling von der Marienhaus GmbH Waldbreitbach, bedeutet der Wechsel in die Hochwaldstadt für die 42-Jährige den wohl größten Schritt. Immerhin heißt es für sie, nach 20 Jahren Abschied vom Altenheim St. Anna in Morbach zu nehmen, wo sie zuletzt ebenfalls Pflegedienstleiterin war. Dass in Morbach nicht alle über diese Entscheidung des Trägers glücklich waren, räumte Schwester Edith-Maria Magar am Donnerstag in einem Festakt in der Baldenauhalle freimütig ein. "Die Mitarbeiter dort wollten sie nicht ziehen lassen", betonte die Aufsichtsratsvorsitzende der Marienhaus GmbH. Für Reichert gelte aber ebenso wie für Berg, Arm-Joseph und Schwester Marianne Meyer, die nach vier Jahren die Heimleitung in Morbach abgibt und künftig das Konvent der Waldbreitbacher Franziskanerinnen im Mutter-Rosa-Altenzentrum in Trier leitet: "Mit ihrer Bereitschaft, Liebgewordenes loszulassen, Abschied zu nehmen von Menschen und Orten und sich neuen Herausforderungen und personellen Konstellationen zu öffnen, haben Sie ein hohes Maß an Loyalität und Flexibilität bewiesen", lobte Schwester Edith-Maria.Ihre ersten Eindrücke im Haus St. Klara hat Reichert, die in Langweiler (Kreis Birkenfeld) wohnt, bereits gesammelt: "Es ist zwar schwierig, sich auf so viele neue Personen und Gesichter einzustellen. Ich bin aber sehr herzlich aufgenommen worden", sagt die 42-Jährige im TV-Gespräch. Zudem hat Reichert ein besonderes Anliegen nach Hermeskeil mitgebracht. An ihrer früheren Wirkungsstätte hat sie nämlich eine Projektgruppe geleitet, die sich speziell der Betreuung von demenzkranken Menschen gewidmet hat. "Diese Erfahrungen würde ich gerne in die Arbeit hier in Hermeskeil einfließen lassen", sagt die neue Pflegedienstleiterin.