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Weinbau
Immer mehr wandern mit

Hunsrücker Spezialitäten und spektakuläre Natur: Jenny Wahl (Dritte von rechts) und Eddie Gauss (rechts) aus Züsch genießen mit Freunden aus Frankreich und dem Saarland die Atmosphäre bei einer Rast am Züscher Angelweiher.
Hunsrücker Spezialitäten und spektakuläre Natur: Jenny Wahl (Dritte von rechts) und Eddie Gauss (rechts) aus Züsch genießen mit Freunden aus Frankreich und dem Saarland die Atmosphäre bei einer Rast am Züscher Angelweiher. FOTO: Ursula Schmieder
Züsch/Neuhütten. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Züscher Weinerlebnis-Wanderung vom Geheimtipp zum länderübergreifend angesagten Treffpunkt entwickelt. Diesmal gab es einen neuen Rekord.

Start und Ziel am Bürgerhaus und dazwischen Stationen mit Weinen aus ganz Rheinland-Pfalz und Hunsrücker Spezialitäten – das Konzept der Weinerlebnis-Wanderung (siehe Info-Box) kommt an. „Das ist ein Traum“, schwärmen Tanja Wahl und Manuela Jung. Wie sie ist auch Silvia Hard aus Neunkirchen angereist. Sie wandert von Anfang an mit: „Das ist immer toll gemacht.“

Auch Michaela Ludowicy aus Malborn und Stefanie Hass aus Trier sind frohen Mutes. Trotz des Andrangs hätten sie sich „ratz fatz“ anmelden können. Alle Teilnehmer seien gut gelaunt, das Wetter „mega toll“, der Wein gut und die Strecke führe schön „abenteuerlich über Stock und Stein“.

Auch Wanderer aus Züsch, Neuhütten und Damflos lassen sich das Event nicht entgehen. Die Veranstaltung werde von Jahr zu Jahr besser, kommentiert Hans-Peter Lorang. Mario Simon aus Oberthal erlebt zum ersten Mal die „coole Atmosphäre“, dank der auch Kinder wie Max (7) ihren Spaß beim Wandertag haben. Über urige Holzbrücken geht es zu Seen und malerischen Rastplätzen, etwa am Angelweiher. Dort freuen sich Jenny Wahl, Eddie Gauss zusammen mit Freunden aus Frankreich und dem Saarland über zusätzliche Sitzgelegenheiten am Wasser und ein kulinarisches Angebot.

Insgesamt sind um die 1500 Wanderer unterwegs, wie Jörg Weber vom Förderverein für Kultur- und Dorfentwicklung schätzt, der die Veranstaltung organisiert hat. Seit der Premiere 2013 verzeichne man „immer eine Steigerung“. Messbar ist sie an den mit Glashaltern und Weinbons ausgegebenen Gläsern. Obwohl viele Wanderer ihre Trinkgefäße von einer der Vorjahres-Touren dabei haben, sind 1200 Stück im Nu vergriffen.

Gäste von der Mosel, aus der Pfalz oder dem Kölner Raum bleiben gleich über Nacht im Raum Züsch. Der Busshuttle entlang der Strecke erfährt Resonanz. Der Überschuss der gemeinnützigen Initiative kommt laut Weber dem gesamten Dorf zugute. Über die Vereine fließe „alles wieder in den Ort“, sagt der Erste Ortsbeigeordnete und nennt Investitionen beispielsweise in Jugendarbeit, Wanderwege und den Züscher Hammer.