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Freizeit
Seefest in Kell steigt am Sonntag mit Aussteller-Rekord

Mira Ryzmar, Elke, Anna und Lisa-Marie Reiland (von links) aus Wawern genießen die Sonne am Stausee in Kell. Zum Seefest am Sonntag wollen sie vielleicht noch einmal in den Hochwald kommen.
Mira Ryzmar, Elke, Anna und Lisa-Marie Reiland (von links) aus Wawern genießen die Sonne am Stausee in Kell. Zum Seefest am Sonntag wollen sie vielleicht noch einmal in den Hochwald kommen. FOTO: Trierischer Volksfreund / Christa Weber
Kell am See. Auf dem Uferweg am Stausee in Kell werden am Sonntag, 29. Juli, etwa 125 Händler handgefertigte Kleidung, Gartendeko und regionale Speisen anbieten. Was bis dahin noch alles zu tun ist und warum diesmal an jedem Stand ein Eimer Wasser bereitstehen wird, hat der TV bei einem Besuch am See erfahren. Von Christa Weber
Christa Weber

Es ist keine alltägliche Arbeit, die Walburga Meyer und ihre Kolleginnen Elfi Bartzen und Doris Biwer von der Touristinformation (TI) Kell an diesem Mittwochnachmittag in Angriff nehmen. Am Ufer des Keller Stausees sind sie mit Messrad und Sprühdosen unterwegs, um bei hochsommerlichen Temperaturen die Standflächen für die Aussteller zu markieren. Denn in wenigen Tagen, am Sonntag, 29. Juli, wird in Kell wieder das Seefest mit Bauern- und Handwerkermarkt gefeiert.

Dafür hätten sich in diesem Jahr so viele Standbetreiber wie noch nie angemeldet, berichtet TI-Chefin Walburga Meyer. „Aktuell sind wir bei 125, müssen hier jetzt aber einen Riegel vorschieben.“ 25 Absagen habe sie schon erteilen müssen. „Diese Bewerber haben wir damit vertröstet, dass sie auf die Warteliste kommen oder vielleicht im nächsten Jahr dabei sind.“

Das Fest rund um den Keller Stausee steigt bereits zum 17. Mal. Die Organisation stemmt der Tourismusverein Hochwald-Ferienland laut Meyer „mit minimalem finanziellen und personellen Aufwand“. Refinanziert werde die Veranstaltung größtenteils durch die Standgebühren. Kräftig unterstützt werden die TI-Mitarbeiterinnen allerdings von den See-Anrainern – Angelverein, Landal-Ferienpark Hochwald, Seehotel, Fronhof/Hau’s am See –, die neben dem Markt für weiteres Begleitprogramm inklusive Livemusik und Kinderbelustigung sorgen (siehe Infokasten).

Die Bandbreite der ausgestellten Waren sei wieder groß, sagt Meyer. Das reiche von Schmuck, Kerzen, Gartendekoration, Tierzubehör sowie Ton- und Holzschnitzarbeiten bis zu handgefertigter Kleidung. Stark vertreten ist auch die kulinarische Sparte mit Schwarzwälder Schinken, Feinkost, Waffeln und vielen Produkten aus der Region – von Käse, Honig und Marmelade bis zum Wein oder Likör. Dass diesmal die 100-Stände-Marke so deutlich überschritten wird, führt die Tourismuschefin auf „das wirklich schöne Ambiente und das gute Miteinander“ zurück. Viele Händler kämen bereits seit einigen Jahren und hätten ihr bescheinigt, „dass unser Markt auch umsatzmäßig für sie einer der besten in der Region ist“.

Dieser „gute Ruf“ der Veranstaltung sei auch dem Einsatz der See-Betriebe zu verdanken, die bei der Organisation mit anpackten. Lieselotte Wegner ist Managerin des Lan­dal-Ferienparks. „Ich stehe am Sonntag ab 7 Uhr bereit, um die ersten Aussteller zu empfangen“, erzählt sie. „Sie bekommen dann hier ein kleines Aussteller-Frühstück, das kommt immer sehr gut an.“

Für das Personal des Feriendorfs sei das Fest schon mit einigem Aufwand verbunden, sagt Wegner. Am Ufer würden Lounge- und Terrassenmöbel und eine Bühne für die Livemusik aufgestellt, außerdem Essens- und Getränkestände und ein Pavillon als Schattenspender aufgebaut. „Das müssen wir alles da runter schleppen und später wieder hoch.“ Ab Donnerstag beginne man mit den Vorbereitungen, lege beispielsweise auch die benötigten Stromanschlüsse am Ufer. „Alle Kollegen helfen mit. Aber es macht natürlich auch Spaß, wenn man sieht, wie die Mühe honoriert wird“, sagt Wegner. Im vergangenen Jahr habe sie erstmals beobachtet, dass Gäste schon um halb elf gekommen seien, um auf die Livemusik zu warten. Dass sich ihr Betrieb am Fest beteilige, sei für sie gar keine Frage: „Ich sehe Landal auch in der Verpflichtung, bei solchen Festen in Kell mitzumachen.“ Das Seefest sei „einfach eine Institution in der Region“ und ein fester Treffpunkt, vor allem für die Keller selbst. Inzwischen kämen allerdings auch immer mehr Besucher aus Trier in den Hochwald.

Das Wetter verspricht in diesem Jahr beste Voraussetzungen. Gemeldet sind Temperaturen um die 28 Grad und keine Gewitter. „Ein wenig Sorgen“ mache ihr aber das Thema Brandgefahr durch die anhaltende Trockenheit, sagt Walburga Meyer. Sollte etwas passieren, gebe es zwar an drei Stellen am Seeuferweg Hydranten. Mit dem Wehrführer der Keller Feuerwehr habe sie aber eine weitere „Vorsichtsmaßnahme“ besprochen: „Wir haben jede Menge Eimer besorgt. Die können wir mit Wasser füllen und für den absoluten Notfall an den Ständen verteilen.“