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Freizeit
Projekttage in der Verbandsgemeinde Kell: Kinder basteln und singen mit dem Affen Bobo

Künstler Micha Steinhauer zu Besuch im Bürgerhaus Paschel. Dort macht er mit 24 Teilnehmern der Kinderprojekttage der VG Kell gemeinsam „Zaubermusik“ – unterstützt von Plüschaffe Bobo.
Künstler Micha Steinhauer zu Besuch im Bürgerhaus Paschel. Dort macht er mit 24 Teilnehmern der Kinderprojekttage der VG Kell gemeinsam „Zaubermusik“ – unterstützt von Plüschaffe Bobo. FOTO: Trierischer Volksfreund / Christa Weber
Paschel. In vier Orten der Verbandsgemeinde Kell haben mehr als 100 Grundschüler an Projekttagen teilgenommen. Sie trafen Künstler und durften selbst kreativ sein. Von Christa Weber
Christa Weber

Micha Steinhauer trägt eine bunte Narrenkappe. Mit seinem Plüschaffen Bobo und seiner Gitarre hat er sich zu den Kindern in den Stuhlkreis gesetzt. „Wir singen jetzt zusammen ein Lied. Es heißt: Der Weltraum ist groß“, erklärt der Künstler und gibt den Kindern Anweisungen, wie sie zum Text klatschen oder die Hände in die Luft strecken können.

Im Bürgerhaus in Paschel sind am Donnerstagmorgen 24 Grundschüler aus der Verbandsgemeinde Kell am See versammelt, die an den Kinderprojekttagen der VG teilnehmen. An vier Standorten – in Paschel, Waldweiler, Heddert und Kell am See – hatten in dieser Woche insgesamt mehr als 100 Kinder die Möglichkeit, zwei Tage lang (jeweils von 9 bis 16 Uhr) kreativ zu sein, die heimische Natur zu erkunden und mit Künstlern in Kontakt zu kommen.

„Das Programm an den vier Standorten ist ähnlich aufgebaut“, erklärt VG-Jugendpfleger Jochen Heib. Am ersten Tag werde gebastelt und damit der Besuch eines Künstlers an Tag zwei vorbereitet. Zum Abschluss seien unter anderem Wanderungen, Ausflüge in den Wald oder der Besuch auf einen Bauernhof geplant.

In Paschel haben die Kinder, die alle im Grundschulalter sind, am ersten Projekttag Traumfänger und Regenmacher gebaut. Betreut wurden sie dabei von fünf ehrenamtlichen Helferinnen. Die Regenmacher können sie nun auch gleich benutzen, um mit Micha Steinhauer „Zaubermusik“ zu machen. Der Mann, der sich selbst als Kinderkünstler, Spieleerfinder, Theatermensch und Seminarleiter bezeichnet, klopft mit zwei bunten Rohren auf den Boden. Anschließend ermuntert er die Kinder, die dabei entstandenen Geräusche mit ihren raschelnden Regenmachern nachzuahmen.

Künstler Micha Steinhauer zu Besuch im Bürgerhaus Paschel. Dort macht er mit 24 Teilnehmern der Kinderprojekttage der VG Kell gemeinsam „Zaubermusik“.
Künstler Micha Steinhauer zu Besuch im Bürgerhaus Paschel. Dort macht er mit 24 Teilnehmern der Kinderprojekttage der VG Kell gemeinsam „Zaubermusik“. FOTO: Trierischer Volksfreund / Christa Weber

„Das macht Spaß“ findet die siebenjährige Mara aus Baldringen. Aber das Basteln habe ihr noch besser gefallen. „Ich liebe basteln“, sagt auch Jule und strahlt. „Die Kinder mögen das einfach besonders, weil sie beim Basteln ihrer Fantasie freien Lauf lassen können“, sagt Betreuerin Therese Schmidt.

Künstler Micha Steinhauer zu Besuch im Bürgerhaus Paschel. Dort macht er mit 24 Teilnehmern der Kinderprojekttage der VG Kell gemeinsam „Zaubermusik“.
Künstler Micha Steinhauer zu Besuch im Bürgerhaus Paschel. Dort macht er mit 24 Teilnehmern der Kinderprojekttage der VG Kell gemeinsam „Zaubermusik“. FOTO: Trierischer Volksfreund / Christa Weber

Das Kinderprogramm hat in der Verbandsgemeinde Kell seit mehr als 20 Jahren Tradition. In diesem Jahr wurde es erstmals nicht mehr federführend vom Kreis, sondern von der Verbandsgemeinde veranstaltet. „Es ist ein gutes wertvolles Projekt“, urteilt Jugendpfleger Heib. Zentrales Ziel sei, die Fantasie der Kinder anzuregen und ihnen durch den direkten Kontakt mit den kreativen Köpfen Impulse zu geben. Nicht nur die Kinder, auch die Gemeinden profitierten davon, gemeinsam etwas zu gestalten. Und für ihn als Jugendpfleger gebe es „kaum eine einfachere Möglichkeit, mit den Kindern schon frühzeitig Kontakt herzustellen“.

Auch Martin Alten, Bürgermeister der VG Kell am See, lobt die Projekttage: „Es ist ein schönes Programm. Man muss den vielen Helfern danken, die das mit auf die Beine stellen und begleiten.“