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Kommunalpolitik
Mehr Sicherheit fürs Bürgerhaus

Bürgermeister Willi Emser zeigt auf den zukünftigen zweiten Ausgang, das große Fenster im Obergeschoss.
Bürgermeister Willi Emser zeigt auf den zukünftigen zweiten Ausgang, das große Fenster im Obergeschoss. FOTO: Hans Muth
Baldringen. Der Baldringer Rat beschließt einen zweiten Fluchtweg für das Gemeindehaus. Dabei kann er auf stattliche Eigenleistungen zurückgreifen. Außerdem winkt ein Zuschuss vom Land. Von Hans Muth

Vorbeugen ist besser, als sich später vielleicht ärgern müssen – das scheint die Devise der Baldringer zu sein. Das negative Beispiel in Lampaden, wo die Gemeinde wegen eines fehlenden zweiten Fluchtweges angeschwärzt wurde, hat den Baldringer Gemeinderat auf den Plan gerufen.

„Unsere Situation ist die gleiche, wie sie in Lampaden vorgeherrscht hatte“, erläutert Ortsbürgermeister Willi Emser. „Wir haben daher beschlossen, bevor es von oberer Stelle bemängelt wird, diesen Fluchtweg zu schaffen, auch im eigenen Interesse.

Das bietet uns regulär die Möglichkeit, die Räumlichkeiten im Obergeschoss zu nutzen, die von der Maßnahme betroffen sind.“ Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 24 000 Euro, teilt Emser mit. „Doch wir haben Unterstützung aus den eigenen Reihen.“

Ratsmitglied Michael Hennen ist Schreiner und wird, so Emser, „alle Arbeiten ehrenamtlich für die Ortsgemeinde durchführen. Es fallen somit bis auf wenige von Fachfirmen zu verrichtende Arbeiten lediglich Materialkosten an.“

Der Rat fasste dabei zwei Beschlüsse: Zum einen wurde der Antrag an den Investitionsstock des Landes bezüglich eines Zuschusses auf die Reise geschickt. Weiterhin kamen die Ratsmitglieder überein, einen vorzeitigen Baubeginn anzustreben – es soll also so bald wie möglich losgehen.

 Und auch in Sachen Internet gibt es Neuigkeiten. Für einen W-Lan-Zugang im Bereich des Bürgerhauses hatte sich der Rat schon in vergangener Zeit ausgesprochen und auch einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Ortsbürgermeister Emser will vor der Auftragsvergabe des Vorhabens in der nächsten Ortsbürgermeister-Besprechung die Maßnahme thematisieren. Denn: „Laut Schreiben der Ministerpräsidentin werden neuerdings pro Hotspot 500 Euro Zuschuss gezahlt.“

Der Fluchtweg in Lampaden dient den Baldringern als Vorbild.
Der Fluchtweg in Lampaden dient den Baldringern als Vorbild. FOTO: Hans Muth