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Ausbildung
Mit dem Feilen ist jetzt Schluss: Neue Maschine an der Berufsschule Hermeskeil eingeweiht

Modernes Arbeiten: Denise Kotira und Noah Thiel zeigen, dass sie die neue Drehmaschine gut beherrschen. 
Foto: Herbert Thormeyer
Modernes Arbeiten: Denise Kotira und Noah Thiel zeigen, dass sie die neue Drehmaschine gut beherrschen. Foto: Herbert Thormeyer FOTO: Herbert Thormeyer
Hermeskeil. Die Außenstelle Hermeskeil der Geschwister-Scholl-Schule nimmt eine moderne und sichere Drehmaschine für die Schülerausbildung in Betrieb. Von Herbert Thormeyer

Geschickt spannt Denise Kotira ihr Werkstück ein. Gefühlvoll setzt sie den Meißel an und startet die Bearbeitung an der nagelneuen Maschine. „Diese neue Drehmaschine macht richtig Spaß“, sagt die 16-jährige Berufsfachschülerin in der Lehrwerkstatt der Geschwister-Scholl-Schule in Hermeskeil. „Metallberufe“, fügt sie hinzu, „das ist ganz sicher auch was für Frauen.“ Der Realschulabschluss und eine Lehrstelle in einem Fachbetrieb sollen sie ihrem Ziel näher bringen.

Gemeinsam mit Noah Thiel und weiteren Schülern darf sie mit der 26 000 Euro teuren Maschine arbeiten, die jetzt Ehrengästen offiziell vorgeführt worden ist. Die Arbeit damit findet auch der 15-jährige Noah „aufregend“.

Häufig ist es nicht leicht für Schulen, an eine gute Ausstattung zu kommen. Bei dieser großen Anschaffung half die Stiftung „Partner für Schulen in Trier und im Landkreis Trier-Saarburg“ der Sparkasse mit 20 000 Euro. Der Schulträger, die Kreisverwaltung, steuerte exakt 5629,17 Euro bei.

„Bei 16 Schülern in der Lehrwerkstatt reichten die vorhandenen alten Maschinen nicht aus, die außerdem den heutigen Unfallvorschriften nicht mehr genügen“, macht Fachlehrer Eckhard Wendling deutlich. Vor zwei Jahren konnte bereits eine neue Drehmaschine angeschafft werden. Das Feilen wie früher sei vorbei. Jetzt lernen die Schüler direkt an modernen Maschinen, an denen sie auch später im Beruf arbeiten.

„Wir vermitteln eine metalltechnische Grundbildung und führen in zwei Jahren zur Mittleren Reife“, erklärt Außenstellenleiter Markus Lammes die Vorbereitung auf einen Ausbildungsplatz. Unterstützt wird das von einer Reihe von Metall verarbeitenden Firmen, die auch Praktikumsplätze zur Verfügung stellen und auch schon Schüler in eine Ausbildung übernommen haben. „Einer hat bereits den Meisterbrief“, sagt der Pädagoge mit Stolz.

160 Schüler besuchen die Berufsbildende Geschwister-Scholl-Schule am Standort Hermeskeil. Der größere der beiden Standorte ist in Saarburg-Beurig. Angeboten werden die Fachrichtungen Metall, Hauswirtschaft, Wirtschaft und Gesundheit, Pflege- und Altenpflege.

Der Außenstellenleiter Markus Lammes freut sich über die moderne Maschine, die wichtig sei für die Berufsfachschule und das Berufsvorbereitungsjahr. Der Leiter beider Standorte, Jürgen Scholz, ist ebenfalls von der neuen Maschine begeistert: „In unserer Lehrwerkstatt in Saarburg haben wir noch nicht ganz diesen Standard erreicht.“ Die Ausstattung müsse dringend verbessert werden. Aber mit den vorhandenen Haushalten sei das nicht zu schaffen. Eine weitere Förderung sei nötig.