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Neuer Internist im Hermeskeiler St.-Josef-Krankenhaus

Wolfgang Schneider. Foto: privat
Wolfgang Schneider. Foto: privat
Hermeskeil. Wolfgang Schneider wird zum 1. September neuer Chefarzt der Inneren Medizin des St. Josef-Krankenhauses in Hermeskeil. Der gebürtige Bonner arbeitet seit mehr als 20 Jahren in der Region.

Hermeskeil. "Ich hätte nie gedacht, dass wir so schnell nach Trier zurückkehren würden", sagt Wolfgang Schneider. Dabei stammen weder er noch seine Frau aus der Region. In den mehr als 20 Jahren, in denen er im Brüderkrankenhaus gearbeitet hat, ist die fünfköpfige Familie gleichwohl hier heimisch geworden. Und so ist er sich mit den Verantwortlichen der Marienhaus Unternehmensgruppe auch rasch einig geworden, als diese ihm anboten, Chefarzt der Inneren Medizin des St. Josef-Krankenhauses in Hermeskeil zu werden. Er ist damit Nachfolger von Karl-Josef Weber, der das St. Josef-Krankenhaus Mitte des Jahres auf eigenen Wunsch verlassen hat, um in Süddeutschland ärztlicher Leiter einer Rehabilitationsklinik zu werden.
Wolfgang Schneider ist in Bonn groß geworden. Eigentlich, so erinnert er sich, wollte er Herzchirurg werden, aber die Chirurgie habe ihn dann letztlich doch nicht gereizt. Die Vorliebe fürs Herz ist allerdings geblieben. So ist einer seiner Schwerpunkte die nicht-invasive Kardiologie.
Nach dem Studium und der Zeit als Stabsarzt bei der Bundeswehr kam Schneider 1988 ins Brüderkrankenhaus nach Trier. Hier hat er seinen Facharzt für Innere Medizin gemacht und die beiden Zusatzqualifikationen Kardiologie und Pulmologie (hier geht es um die Diagnose und Behandlung der Krankheiten der Lunge) erworben. Zu seinen Schwerpunkten zählt Wolfgang Schneider weiterhin die Schlafmedizin. "Das Brüderkrankenhaus hat mich umfassend ausgebildet", erklärt er.
Trotzdem hat er es Anfang 2011 verlassen, um im Städtischen Klinikum in Lemgo (Ostwestfalen) als Leitender Oberarzt die Abteilung für Pulmologie mit aufzubauen. Die Chance, in Hermeskeil eine Hauptfachabteilung nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, und die nach wie vor enge Verbundenheit mit Trier haben letztlich dafür gesorgt, dass Schneider sich für die Rückkehr in die Region entschieden hat.
"Ich bin ein breit ausgebildeter Internist", antwortet Schneider auf die Frage, was seine Patienten in Hermeskeil von ihm erwarten dürfen. Neben der soliden Grundversorgung will er gezielt Schwerpunkte in der Kardiologie setzen, die er selbst beherrscht; in der Pulmologie zusammen mit Oberarzt Uwe Zimmermann, den er aus gemeinsamen Zeiten im Brüderkrankenhaus sehr gut kennt und in der Gastroenterologie, für die ein zusätzlicher Oberarzt gewonnen werden soll. red