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Neuer Meister des Wassers

Bürgermeister Werner Angsten diskutiert vor Ort mit dem alten Werkleiter Josef Nau (rechts) und dessen Nachfolger Jörg Jost (Mitte). Jost ist auch Gewässerschutzbeauftragter.Foto: Hans Muth
Bürgermeister Werner Angsten diskutiert vor Ort mit dem alten Werkleiter Josef Nau (rechts) und dessen Nachfolger Jörg Jost (Mitte). Jost ist auch Gewässerschutzbeauftragter.Foto: Hans Muth
KELL AM SEE. Fliegender Wechsel in der Verwaltung: Jörg Jost übernimmt die Verantwortung für die Wasserver-und Abwasserentsorgung in der Verbandsgemeinde Kell am See. Die Neubesetzung dieses Postens gehört zu einer grundlegenden Änderung der Organisationsstruktur im Rathaus. Von unserem Mitarbeiter <br>HANS MUTH

Das Zielder Umstrukturierung ist die Wandlung und Weiterentwicklung desRathauses zu einem wirtschaftlich orientiertenDienstleistungszentrum. "Gemeinde 21" heißt das dazugehörigeLeitbild, das eine "Kommunalverwaltung mit Zukunft" präsentiert. "Ein erster Schritt zur Neuorganisation der Verwaltungsabläufe im Rathaus in Kell am See wurde vollzogen, nachdem der Verbandsgemeinderat grundsätzlich grünes Licht gegeben hatte", sagt dazu Verbandsgemeinde-Bürgermeister Werner Angsten. "Der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz hatte den aus dem Jahr 1989 stammenden Musterverwaltungsgliederungsplan fortgeschrieben und an diese Zielsetzung angepasst."

Die Unterteilung in verschiedene Ämter und Einrichtungen soll so nicht bestehen bleiben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden künftig in vier Fachbereichen arbeiten: Organisation und Finanzen, natürliche Lebensgrundlagen, Bauen, Bürgerdienste und kommunale Betriebe.

Neun Millionen investiert

Der Fachbereich Kommunale Betriebe wurde zum Jahresbeginn neu gebildet. "Zu diesem Bereich gehören auch die Aufgaben der bisherigen Verbandsgemeindewerke um den Aufgabenblock Freibad und Campingplatz", erläutert Angsten. "Freibad und Campingplatz waren bisher als wirtschaftliche Einrichtungen im Haushaltsplan der Verbandsgemeinde enthalten. Von dort wurden sie wegen der überwiegenden technischen und betriebswirtschaftlichen Abläufe ausgegliedert und zusammen mit der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung zu einer wirtschaftlichen Einheit zusammengefasst, die nach kaufmännischen Gesichtspunkten geführt wird."

Die Zusammenführung sei sinnvoll gewesen, da zentrale Investitionen in den Bereichen Wasserver- und Abwasserentsorgung und die Sanierung des Freibads gerade jetzt abgeschlossen werden konnten. Die Erhaltung der in den letzten Jahren geschaffenen Anlagen und Einrichtungen werde eine ständige Aufgabe des neuen Betriebes sein. Angsten: "Allein in die zentrale Wasserversorgung wurden neun Millionen Euro investiert. Die Abwasserbeseitigung hat weitere 15 Millionen Euro verschlungen. In unser Freibad haben wir eine Million Euro investiert."

Verantwortlich für dieses Vermögen und die Betriebsfähigkeit der Werke ist ab sofort der neue Werkleiter Jörg Jost, ein langjähriger Mitarbeiter der Verwaltung, der die technische Ausbildung über den zweiten Bildungsweg erworben hat.

Bisher gab es diese Leiterposition nur zu einem Drittel, denn der jeweilige Inhaber war auch noch Büro- und Abteilungsleiter in der Zentralverwaltung Kell am See. Über zwei Jahrzehnte stand Josef Nau in seiner Hauptfunktion als Büroleiter zusätzlich dem Eigenbetrieb, der als Wasserwerk gegründet und später um das Abwasserwerk erweitert wurde, vor.

Doch Nau, der die Verbandsgemeinde Kell am See wie kein Zweiter kennt, wird in Zukunft genug zu tun haben. "Ich werde den neu geschaffenen Fachbereich Organisation und Finanzen leiten", kündigt er an.