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Neues Gesicht für Bahnhofsvorplatz

Von hier fahren ab Montag wieder Busse: Die offizielle Einweihung des neuen Erlebniszentrums vor dem Hermeskeiler Bahnhof wird erst im Frühjahr gefeiert. TV- Foto: Herbert Thormeyer
Von hier fahren ab Montag wieder Busse: Die offizielle Einweihung des neuen Erlebniszentrums vor dem Hermeskeiler Bahnhof wird erst im Frühjahr gefeiert. TV- Foto: Herbert Thormeyer
Hermeskeil. Mit einer Investition von rund 800 000 Euro hat die Stadt Hermeskeil den Bereich um den Bahnhof aufgewertet. Mit der Fertigstellung wird auch der Busverkehr vom Bahnhof aus wieder aufgenommen. Die Busse fahren an einem zentralen Punkt ab. Am Bahnhof ist seit dem Frühjahr ein neues Erlebniszentrum entstanden, das auch den Tourismus ankurbeln soll. Herbert Thormeyer

Hermeskeil. "Ab 2. Dezember fahren die Busse wieder vom Bahnhof ab", verkündet der Hermeskeiler Stadtbürgermeister Udo Moser vor Ort. Eine große Hinweistafel wurde an zentraler Stelle installiert. "Zwei Wochen hat sich die Freigabe wegen der restlichen Pflanzarbeiten noch verzögert", erklärt der Stadtchef. Die Zeit der vielen Haltestellen mit kleinen Fahrplänen sei nun endgültig vorbei.
Zwei große Investitionen packte die Stadt vor Jahresende rund um den historischen Bahnhof an: Ein Erlebniszentrum, das den Tourismus ankurbeln soll, und die Neugestaltung des Busterminals, der die alten Busbuchten ersetzt.
Beides greift in seiner Funktion ineinander, denn der Pavillon mit Informationen zu den touristischen Reizen der Region beispielsweise kann auch bei Regen als Unterstand für Busreisende dienen. Es ist ferner ein Umsteige-Busbahnhof und soll Ziel von möglichst vielen Touristen werden, die den Ruwer-Hochwald-Radweg erkunden wollen. Zusammen wurden rund 800 000 Euro investiert (siehe Extra).
Das Areal sei nicht nur schöner, sondern auch bequemer geworden. "Es gibt 21 neue Parkplätze, darunter zwei Flächen für Menschen mit Behinderungen", erklärt Moser.
Das städtische Grundstück neben dem Erlebniszentrum dient bis auf weiteres ebenfalls als Parkfläche. Die neue Toilette zeigt mit rotem Licht an, wenn "besetzt" ist.
Kinder und ältere Menschen finden gleichermaßen Spielgeräte vor, die fit halten und Spaß machen. Die Kleinen können auf ein kleines Bergmassiv klettern. Im Frühjahr, wenn die Anlage mit dem "Anradeln" des Ruwer-Hochwald-Radweges offiziell eingeweiht wird, wird auch eine Nestschaukel fertig sein.
"Der Platz soll zu einem neuen Treffpunkt werden", hofft Moser. Und mehr noch: "Wir erhoffen uns weitere Nachfolgeinvestitionen." Ein neues Café hat bereits eröffnet.
Große Hoffnungen setzt Moser auch in den historischen Bahnhof, denn: "Das Dach ist bereits neu eingedeckt." Mit der Ansiedlung weiterer Branchen im Gewerbegebiet Dörrenbach und der Weiterentwicklung der Trierer Straße denkt Moser bereits in die Zukunft: "Das wird ein Prozess über die nächsten 20 Jahre hinweg."
Extra

Das Bahnhofsumfeld ist in zwei Projekte aufgeteilt worden. Die Erlebnisstation kostet 340 000 Euro. Hierfür gibt es von der Europäischen Union (EU) einen Zuschuss von 150 000 Euro und vom Land 45 000 Euro. Über die Finanzierung des Ruwer-Hochwald-Radweges kommen noch einmal 7000 Euro. Der Ausbau des Bahnhofsvorplatzes schlägt mit 460 000 Euro zu Buche. Dafür gibt das Land aus Mitteln der Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) 221 000 Euro. Die Anlieger der Bahnhofstraße, deren Ausbau für sich genommen 225 000 Euro kostet, werden zu einem Beitrag von 8,75 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche herangezogen. doth