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Tradition
Pascheler erneuern geschichtsträchtiges Wegekreuz

Während einer Feierstunde, zu der die Bürger aus Paschel eingeladen waren, hat Pastor Kai Georg Quirin das neue Wegekreuz eingesegnet.
Während einer Feierstunde, zu der die Bürger aus Paschel eingeladen waren, hat Pastor Kai Georg Quirin das neue Wegekreuz eingesegnet. FOTO: Hans Muth
Paschel. Zuletzt musste das Kreuz 1975 überarbeitet werden, jetzt war es wieder so weit.

„Traditionen müssen erhalten und Erinnerungen gepflegt werden“, verkündete Horst Brausch, Vorsitzender der Pascheler Gehöferschaft. Der Anlass ist ein Wegekreuz, dessen Erneuerung man beschlossen hatte. An der Kreisstraße 47, zwischen Paschel und dem Dreikopf, steht auf der linken Straßenseite ein Holzkreuz mit der Jahreszahl 1909, dem Datum der ersten Erneuerung.

Laut Edgar Christoffels Buch „Die Wegkreuze im südlichen Hochwald“ wanderte im vorigen Jahrhundert eine Familie aus Paschel, von der nur der Hausname ,,Mathes” bekannt ist, nach Amerika aus. Bevor die Familie die Heimat verließ, ließ sie an dieser Stelle ein Kreuz errichten, um eine gute Ankunft in Amerika und ein glückliches Leben in der neuen Heimat zu erbitten. In Erinnerung an die Familie hatte man dem Kreuz den Namen „Matheskreuz“ gegeben.

Als das Kreuz zu verfallen drohte, wurde es 1909 durch Johann Marx aus Paschel und im Jahr 1975 durch die Ortsgemeinde Paschel erneuert. Nun war es wieder so weit. Das Kreuz war marode geworden und die Gehöferschaft, auf deren Eigentum es steht, beschloss, es zu erneuern. „Wir haben dabei sehr viel Unterstützung erfahren“, sagt Brausch, Vorsitzender der Gehöferschaft. „Unser Förster, Michael Marx, hat das benötigte Eichenholz gespendet, Hermann Micheln aus Schillingen hat es bearbeitet und zusammengefügt und Ortsbürgermeister Maurice Meysenburg hat die Christusfigur gestiftet.“ Er selbst habe mit Josef Rossler die Malerarbeiten durchgeführt und das Kreuz mit einem neuen Eisenschuh aufgestellt. Während einer Feierstunde, zu der die Bürger aus Paschel eingeladen waren, segnete Pastor Kai Georg Quirin das neue Wegekreuz ein.