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Petrus ist ein Kolpingjünger

Marschieren für die Straßenkinder in Bolivien: Die Gruppe um Schirmherr und Landrat Günter Schartz (links.) wanderte beim Bolivienmarsch zehn Kolpingmeilen – acht Kilometer – zu Gunsten der Straßenkinder im bolivianischen Sucre.Foto: Frank Faber
Marschieren für die Straßenkinder in Bolivien: Die Gruppe um Schirmherr und Landrat Günter Schartz (links.) wanderte beim Bolivienmarsch zehn Kolpingmeilen – acht Kilometer – zu Gunsten der Straßenkinder im bolivianischen Sucre.Foto: Frank Faber
HERMESKEIL. Beim Bolivientag der Kolpingfamilie rund um die Hermeskeiler Pfadfinderhütte stand weit mehr als ein Hungermarsch für die Straßenkinder im bolivianischen Sucre auf dem Programm. Der Verein machte zugleich mit einem Rahmenprogramm auf seine Bolivienarbeit und auf die Problematik in der dritten Welt aufmerksam. ARRAY(0x7988d070)

Zusätzlichen Beistand erhielt die Kolpingfamilie von oben, denn Petrus hatte ein Einsehen und öffnete nicht wie erwartet seine Schleusen. "Das Daumendrücken hat geholfen, es ist während der Veranstaltung trocken geblieben", sagte eine sichtlich erleichterte Pressesprecherin Stephanie Nickels. Noch am Morgen hatte sie so ihre Bedenken. Dreißig wetterfeste Wanderer machten sich vom Johanneshaus in zwei Gruppen auf ihren Hungermarsch. Die Gruppe mit Schirmherr und Landrat Günter Schartz legte zehn Kolpingmeilen zurück, das entspricht etwa acht Kilometern, die zweite Gruppe wanderte 20 Kolpingmeilen, etwa 15 Kilometer. Pro gewandertem Kilometer spendete ein Sponsor aus dem Familien- und Bekanntenkreis einen Betrag zu Gunsten der Straßenkinder in Bolivien. Mit den musikalischen Klängen des Gusenburger Musikvereins wurden die Wandergruppen zum Frühschoppenkonzert an der Pfadfinderhütte begrüßt. "Es war zwar nasskalt, aber es ist ja für einen guten Zweck", sagte ein Teilnehmer des Hungermarsches. Nichtwanderer nutzten den Fahrdienst, der zwischen Johanneshaus und Pfadfinderhütte pendelte, und nahmen ihr Mittagessen ein. Die "Aktion 365" und ein "Eine-Welt-Laden" boten Produkte zu "fairen" Preisen an. Den "Holzmichel" und andere Lieder präsentierte Alleinunterhalter Michael Klas in seinem Wunschkonzert. Die jüngeren Besucher lockten eine Mohrenkopfmaschine und das Torwandschießen an. "Die Veranstaltung und das Programm ist gut angenommen worden", resümierte der Erste Vorsitzende der Kolpingfamilie, Berthold Grenz. Zum Abschluss des Bolivientages zelebrierte Pastor Clemens Grünebach, begleitet vom Chor "Ton in Ton", einen Freiluft-Gottesdienst mit nahezu perfektem Timing: Kaum hatten die Besucher die Pfadfinderhütte verlassen, goss es in Strömen. Stephanie Nickels bedankte sich bei Petrus, den Luftschnappern und allen, die zum Gelingen des Bolivientages beitrugen. Die Spendenkonten der Kolpingfamilie bleiben noch vierzehn Tage geöffnet: Volksbank Hochwald eG, Stichwort "Hungermarsch 2006 - Bolivienhilfe", Konto 100 009 996, BLZ, 585 647 88; Sparkasse Trier "Hungermarsch 2006 - Bolivienhilfe", Konto 479 337, BLZ 585 501 30.