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Rat segnet Pläne für Bahnhofsvorplatz ab

Die Busbuchten in der Mitte des Bahnhofsvorplatzes sollen verschwinden. Es entstehen 21 Parkplätze. TV-Foto: Tobias Thieme
Die Busbuchten in der Mitte des Bahnhofsvorplatzes sollen verschwinden. Es entstehen 21 Parkplätze. TV-Foto: Tobias Thieme
Hermeskeil. Der Hermeskeiler Stadtrat hat den Plänen für die Umgestaltung der tristen Fläche vor dem Bahnhof zugestimmt. Neben neuen Parkplätzen wird es auch frisches Grün geben. Das Projekt soll etwa 421 000 Euro kosten. Tobias Thieme

Hermeskeil. Nachdem der Stadtrat bereits grünes Licht für die neue Erlebnisstation am Bahnhof gegeben hatte, hat er nun einstimmig auch den Plänen für die neuen Parkplätze und Bushaltestellen auf dem Bahnhofsvorplatz zugestimmt. Ralf Fuchs vom gleichnamigen Ingenieurbüro Fuchs hatte das Konzept vorgestellt und die Kosten für den Umbau berechnet. Weil der Ruwer-Hochwald-Radweg in die Fläche am Bahnhof mündet, ist das Areal auch ein "Stadttor" für Hermeskeil.
Die Busbuchten, die derzeit noch in der Mitte des Vorplatzes liegen, werden verschwinden. 21 gepflasterte Parkplätze entstehen an ihrer Stelle. Bäume sollen die neuen Stellplätze von der Zufahrtsstraße abgrenzen und die jetzt noch so trostlose Fläche optisch attraktiv machen. Leicht geändert haben die Planer den Umbau der Südseite des Platzes, an der sich der Wartebereich mit der Erlebnisstation anschließen wird. Statt in einer Bucht sollen die Busse auf der Straße halten. So steht etwas mehr Platz für den Wartebereich zur Verfügung. Zwei Busse können zukünftig an der Südseite Passagiere an Bord nehmen.
Optisch aufpoliert wird auch die zur Tankstelle hin gelegene Nordseite des Platzes. Die alten Nadelbäume sollen weichen. Neue Büsche und Laubbäume trennen zukünftig Vorplatz und Tankstellenareal. Mit dem Anlieger seien inzwischen Absprachen über dessen Beteiligung an den Kosten und die spätere Pflege des Grünstreifens getroffen worden.
Dieser Streifen wird sich bis zur Trierer Straße ziehen. Die Einfahrt zum Tankstellenareal an der Einbahnstraße (Bahnhofstraße) entfällt. Wichtiges Detail für Fußgänger: Es wird an der Bahnhofstraße durchgehende Fußwege geben, die bis zur Trie-rer Straße führen.
Das Ingenieurbüro hat ausgerechnet, dass die Bauarbeiten etwa 421 000 Euro kosten werden - etwa 19 000 Euro weniger, als bisher angenommen. Den Großteil der Einsparung machen der Verzicht auf die Busbucht und die Asphaltierung der Fahrgassen zwischen den Stellplätzen aus. Die sollten ursprünglich ebenfalls gepflastert werden, wie Ralf Fuchs erläuterte. Nachdem der Hermeskeiler Stadtrat den Plänen des Ingenieurbüros zugestimmt hat, kann nun auch ein Förderantrag beim Land gestellt werden.
Weg für Erlebnisstation frei


Bereits im März hatte der Rat den Plänen für eine Erlebnisstation zugestimmt (der TV berichtete). Am Südrand des Vorplatzes wird ein Aufenthaltsbereich mit Pavillon, Infotafel, Bänken und einer barrierefreien Toilette entstehen. Außerdem soll eine solarbetriebene Aufladestation für Elektroräder aufgestellt werden, die auf den Radwegen der Region immer beliebter werden.
Für Kinder wird es einen Spielplatz und eine Kletterwand geben.
Die Stadt richtet gemeinsam mit dem Hermeskeiler Kneipp-Verein ein Wassertretbecken ein. Die Erlebnisstation kostet etwa 380 000 Euro. Denkbar ist eine Förderung aus dem sogenannten Leader-Programm der Europäischen Union.