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Symbolischer Akt im Eisregen

Kraftakt mit Symbolcharakter: Bürgermeister Bernhard Busch legt die Schlussplatte auf den Grundstein. TV-Foto: Friedemann Vetter
Kraftakt mit Symbolcharakter: Bürgermeister Bernhard Busch legt die Schlussplatte auf den Grundstein. TV-Foto: Friedemann Vetter
Osburg. Die Verbandsgemeinde Ruwer hat den Grundstein zu ihrer Mehrzweck-Sporthalle gelegt. Etwas beeinträchtigt wurde der festliche Akt durch einsetzenden Eisregen, der die gesamte Region in ein Winterchaos stürzen sollte. Trotzdem war die Stimmung gut, denn das Projekt wird Realität. Von unserem Redakteur Friedhelm Knopp

Jahrelang wurde um die Osburger Hallensportanlage politisch gerungen - nun hat ihr Bau begonnen. Am Ortseingang von Osburg weist ein Schild auf die Baustelle hin, für die eine eigene Zufahrt angelegt wurde. Ein roter Turmkran markiert den Platz, auf dem die Arbeiten am Fundament begonnen haben.

Am Mittwochnachmittag jedoch ruhte dort die Arbeit aus zwei Gründen: Zum einen hatte der Winter die Baustelle fest im Griff, zum anderen fand dort der feierliche Akt der Grundsteinlegung statt. Mit einigen Fuhren Kies hatten die Bauleute den "Festplatz" soweit präpariert, dass den Gästen wenigstens nicht der allgegenwärtige rotbraune Schlamm - garniert mit Schneematsch - in die Schuhe lief. Dennoch wirkte das weiße Partyzeltdach dort etwas deplatziert, unter dem die zahlreichen Gäste aus Politik und Verwaltung frierend vor dem einsetzenden Eisregen Schutz suchten.

Der Weg zum Baubeginn glich einem Hindernislauf



"Diese Situation gebietet Kürze", erklärte Bürgermeister Bernhard Busch, der dann in seinem Grußwort auf die schwierige Entstehungsgeschichte des Projekts einging. Seit 30 Jahren sei die Erfordernis einer solchen Halle im vorderen Hochwald bekannt, doch der Weg dahin habe einem Hindernislauf geglichen. Manche Hürden seien auch Eigenprodukte gewesen - etwa die ursprünglich angedachte Drei-Feld-Halle. Busch: "Wir erkannten, dass diese Größe und andere Vorstellungen nicht umzusetzen waren."

Neben vielen Hindernissen und Hindernisbauern habe es eine Vielzahl von Helfern gegeben, denen er besonders danke. Auf Landesebene gelte dies für den Präsidenten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Josef Peter Mertes, der sich zielstrebig für das Projekt eingesetzt habe - ebenso wie Landrat Günther Schartz auf Kreisebene. Mit Grußworten schlossen sich Landrat Schartz, ADD-Präsident Mertes und der Osburger Ortsbürgermeister Werner Mergens an. Ausdrücklich verwies Mergens auf die hohe Eigenbeteiligung der Standortgemeinde in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro. "Und dennoch verabschieden wir einen schuldenfreien Haushalt 2011", freute sich Mergens.

Gemeinsam eingesegnet wurde der Stein durch Pfarrer Lothar Zimmer von der katholischen Kirche und durch den evangelischen Pfarrer Matthias Jens. Schließlich versenkte Bürgermeister Busch die aus Metall gefertigte Dokumentenkapsel in den Stein. Sie enthält eine Urkunde, unterschrieben von den beteiligten Kommunen, Euromünzen, die TV-Ausgabe vom 8. Dezember, das aktuelle Amtsblatt und den aktuellen Pfarrbrief.