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Volksfest
Trotz ausgefallenen Wettbewerbs: Bandnachwuchs lässt es beim Hermeskeiler Stadtfest krachen

Mit anderen messen müssen sich die Jungs von Downhill from here dann doch nicht, weil der Band-Wettstreit kurzfristig ausfällt: Dafür dürfen sie am Dienstagabend beim Hermeskeiler Stadtfest deutlich länger die Bühne rocken als geplant.
Mit anderen messen müssen sich die Jungs von Downhill from here dann doch nicht, weil der Band-Wettstreit kurzfristig ausfällt: Dafür dürfen sie am Dienstagabend beim Hermeskeiler Stadtfest deutlich länger die Bühne rocken als geplant. FOTO: Trierischer Volksfreund / Christa Weber
Hermeskeil. Ein Musikwettstreit stand beim Hermeskeiler Stadtfest am Dienstag ursprünglich auf dem Stadtfest-Programm. Wegen einiger Absagen überließen die Veranstalter kurzfristig zwei jungen Kombos die Bühne. Die legten sich ins Zeug – auch ohne Konkurrenzkampf. Von Christa Weber
Christa Weber

Für die Jungs von Downhill from here war der Auftritt beim Hermeskeiler Stadtfest eine Art Heimspiel. Schließlich stammen alle drei aus dem Hochwald, genauer gesagt aus Beuren und Hinzert-Pölert. Mit dem Song „American Idiot“ der US-Punkrocker Green Day eröffneten Daniel Groß, Andy und Michael Stein ihre Show, die allerdings etwas anders ablief als ursprünglich geplant.

Denn die Anfang bis Ende 20-jährigen Musiker sollten am Dienstagabend eigentlich gegen vier weitere Nachwuchsgruppen antreten und dabei um die Gunst des Publikums und Förderpreise der Stadt kämpfen. Der Band-Wettbewerb wurde jedoch kurzfristig abgesagt. „Es haben sich gleich mehrere Bands abgemeldet“, verkündete Willi Auler, Vorsitzender des Beirats, der das neuntägige Festprogramm ehrenamtlich auf die Beine gestellt hat. Man habe daher etwas umdisponiert und biete stattdessen zwei „Newcomern“ die Chance, das Festzelt einen ganzen Abend lang zu rocken.

Mit ihrem Mix aus Punk, Alternative Rock, Songs auf der Akustikgitarre und eigenen Stücken gelang es den Jungs von Downhill from here schnell, die ersten Besuchergruppen an die vorderen Tische zu locken. Man merkte den drei Musikern an, dass sie schon einige Erfahrung bei Liveauftritten gesammelt haben, unter anderem bei Shows in Trier, Koblenz, Mannheim und Saarbrücken. Nach den Hochwäldern legte sich die vierköpfige Band Dosenbier aus dem Raum Freudenburg (Verbandsgemeinde Saarburg) mit deutschsprachigen Punkrocksongs ebenso ins Zeug. Am Engagement der jungen Musiker lag es sicher nicht, dass sich das Zelt am Dienstagabend nur langsam füllte. Zwei Gründe dafür dürften das parallel übertragene Halbfinale der Fußball-WM zwischen Belgien und Frankreich und die recht kühlen Temperaturen gewesen sein.

„Schade, dass heute der erste Abend ist, wo im Zelt weniger los ist“, fand Lena Weber, im Festbeirat verantwortlich für die Organisation des Band-Wettkampfs. Man müsse den beiden Bands „hoch anrechnen, dass sie so flexibel sind und ein abendfüllendes Programm aus dem Ärmel schütteln“. Vor vier Jahren bei der Premiere der Stadtwoche unter dem neuen Namen Stadtfest habe der Band-Wettkampf „sehr gut funktioniert“, sagt Weber. Der Hintergedanke dabei sei, den Nachwuchsgruppen ein Forum zu bieten, um ihnen in den nächsten Jahren vielleicht einen Vertrag für einen Festabend anzubieten. Die geplanten Förderpreise von 300 und 200 Euro gingen nun als Gage an die Protagonisten des Newcomer-Abends. Für den geplanten Siegerauftritt am Donnerstag ist Ersatz gefunden: das Covertrio Rockdoc’s.

Zur ersten Festhälfte zieht Weber ein positives Fazit: „Am Samstag zur Eröffnung war es richtig voll im Zelt. Die Coldplay-Tributeband kam sehr gut an, und am Montag bei der Leiendecker Bloas war Superstimmung.“ Auch die Lesestunde der Stadtbücherei am Dienstag sei „gut besucht“ gewesen. Für den Mittwochabend rechne sie mit großem Andrang beim Auftritt des Andreas-Gabalier-Doubles Kevin Muschinski.