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Dorfentwicklung
Unser Dorf hat Zukunft: Waldweiler steigt im Wettbewerb auf

Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Waldweiler zählt beim Dorfwettbewerb zu den Siegern im Gebiet Trier.
Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Waldweiler zählt beim Dorfwettbewerb zu den Siegern im Gebiet Trier.
Waldweiler/Trier. Beim Wettbewerb punktet die Gemeinde vor allem mit Begegnungscafé, Dorfpark und einer weithin bekannten Kirche. Bürger und Politiker freuen sich gleichermaßen und sagen, was sie sich jetzt wünschen.
Benedikt Laubert

Und schon wieder weiter: In Waldweiler herrscht Aufregung, denn die Gemeinde hat abermals im Gebietsentscheid der Region Trier im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen. Nach der Gemeinde Dudeldorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm) machte das Dorf den zweiten Platz in der Sonderklasse. In dieser Klasse werden die Gemeinden zusammengefasst, die in früheren Jahren bereits im Gebietsentscheid waren.

Waldweiler war 2015 schon einmal dabei. Erst diesen Mai wurde bekannt, dass das Dorf den ersten Platz in der Sonderklasse des Kreisentscheids erreicht hatte – jetzt, auf Regionalebene – zählt Waldweiler wieder zu den Siegern.

Das Ergebnis, das von der sechsköpfigen Fachjury des Gebietes Trier festgestellt wurde, wurde gestern von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion bekanntgegeben.

In der Begründung zur Auswahl hieß es, „Die Schwerpunktgemeinde Waldweiler mit 850 Einwohnern betreibt aktuell eine mit reger Bürgerbeteiligung stattgefundene Dorfmoderation sowie die Fortschreibung des in die Jahre gekommenen Dorferneuerungskonzeptes.“ Besonderes Schwerpunktthema sei die Begrünung des Straßenraumes und der privaten Hof- und Fassadenflächen mit vorgesehenen Neuanpflanzungen von 125 Bäumen innerorts, welche eine neue ökologische Qualität hervorrufen werde.

Neben dem hervorragend gepflegten sowie der bewussten Auseinandersetzung mit dem vielschichtigen Landschaftsraum seien drei spannungsreiche und in Teilen einzigartige innerörtliche Besonderheiten hervorzuheben: Zum einen das ehemalige unter Denkmalschutz stehende Schulgebäude von 1912, welches aktuell aus Mitteln der Dorferneuerung zum dörflichen Anziehungspunkt mit Begegnungscafé und im Obergeschoss mit barrierefreiem Wohnraum ausgestattet wird.

Zum anderen der innerörtlich gelegene und „sehr schön gestaltete Dorfpark“ mit Spielanlagen und kleinem Naherholungssee sowie als dritte Besonderheit die über die rheinland-pfälzischen Grenzen hinaus bekannte wertvolle Kirche St. Willibrord, welche 1973 nach Plänen des Architekten Heinz Bienefeld als Ziegelbau auf einem vieleckigen Grundriss errichtet wurde.

Die Gutachter bescheinigen: „Insgesamt befindet sich Waldweiler auf einem sehr guten Weg. Zukünftig sollte ein besonderes Augenmerk auf die gestalterische Qualität der Neubauten beziehungsweise die Umgestaltung von bestehenden Gebäuden gelegt werden.“

Manfred Rauber, Ortsbürgermeister in Waldweiler freute sich über die Auszeichnung. Er sagte: „Ich bin stolz und froh darüber, dass es geklappt hat. Jetzt hoffe ich, das wir in der nächsten Runde auf Landesebene uns gut darstellen können, mit unserem Hochwaldort.“ Besonders stolz sei er auf die Menschen aus Waldweiler. Sämtliche Vereine, Jugendliche und Senioren bis hin zum Pfarrer Quirin haben mitgeholfen, so Rauber.

Peter Wagner, erster Beigeordneter der Ortsgemeinde, sagte: Ich freue mich sehr, das wir mittlerweile einen so hohen Stellenwert im Wettbewerb erreicht haben. Natürlich bringt das unseren Ort weiter.“

Ludwin Simon aus dem Angelsportverein sagte: „Wir sind hier in Waldweiler besonders stolz auf unsere „grüne Lunge“ mitten im Ort. Besonders der Angelsportverein ist froh über die Weiheranlage und den angrenzenden Dorfpark.“ Neben den Ergebnissen der Sonderklasse wurden auch die drei Sieger der Hauptklasse bekanntgegeben (siehe Info).

In der Hauptklasse sind die Ortsgemeinden und die Gemeindeteile zusammengefasst, die sich zum ersten Mal beteiligen oder in früheren Wettbewerben noch nicht im Gebietsentscheid waren. Die insgesamt fünf Siegergemeinden aus dem Gebiet Trier nehmen am Landesentscheid teil, der im August startet.