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VG-Rat Hermeskeil fordert Oberstufe in der IGS

Hermeskeil. Der Verbandsgemeinderat Hermeskeil hat am Mittwochabend eine Resolution an den Kreistag Trier-Saarburg verabschiedet. In dem einstimmig verabschiedeten Papier wird der Kreis als Schulträger dazu aufgefordert, beim Land den Antrag auf Einführung einer Oberstufe an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Hermeskeil einzuführen. Axel Munsteiner

Der Kreistag will noch vor den Sommerferien entscheiden, ob er diesen Antrag, der ab dem Schuljahr 2016/17 greifen würde, stellen wird oder nicht. Hintergrund ist, dass der Kreis wegen der sinkenden Schülerzahlen aktuell die künftige Gestalt der Schullandschaft im gesamten Hochwald auf den Prüfstand stellt.

Der Hermeskeiler VG-Rat macht in der Resolution aber seinen Standpunkt deutlich, dass die Schüler und Eltern der IGS bislang davon ausgehen mussten, dass der Besuch der Oberstufe an dieser Schule möglich sei. Es sei von Anfang an bekundet worden, dass eine Oberstufe zum Konzept der IGS gehöre. Auch die vorgeschriebene Mindestzahl der Anmeldungen zur Errichtung einer Oberstufe (51 Schüler) sei in Hermeskeil erfüllt, so der Hinweis in der Resolution.

Im Übrigen weist der Hermeskeiler VG-Rat darauf hin, dass eine IGS ohne Oberstufe nur eine "anders etikettierte Realschule plus darstellen würde". Dann könne sich die IGS in Hermeskeil aber nicht mehr von den benachbarten Realschulen in Kell oder Thalfang abheben. Außerdem habe der Kreis die Gebäude erst in jüngerer Vergangenheit aufwendig saniert.

Auf Antrag von CDU und FWG ergänzte der Rat die Resolution noch mit der Aussage, dass sich die VG auch für den Erhalt und die Stärkung der Berufsbildenden Schule (BBS) in Hermeskeil ausspricht. Die BBS befürchtet, dass sie durch die Einführung der Oberstufe an der IGS, größere Probleme bekommen könnte. Die VG-Ratssitzung stieß wegen des Themas Schule auf großes Zuhörerinteresse. Rund 150 Bürger verfolgten am Mittwochabend das Geschehen in der Hochwaldhalle.