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Bildung
Viel Interesse am wirklichen Leben

Michael Nellinger und Dennis Jung (von rechts) informieren sich bei Evelina Kraus vom Seniorenzentrum in Kell.
Michael Nellinger und Dennis Jung (von rechts) informieren sich bei Evelina Kraus vom Seniorenzentrum in Kell. FOTO: Ursula Schmieder
Hermeskeil. Mehr als 30 Betriebe präsentieren sich bei der von 450 Schülern besuchten Bildungsmesse in Hermeskeil. Von Ursula Schmieder

Das Angebot war groß. Platzbedingt habe die Berufsbildende Schule, eine Außenstelle von Saarburg, sogar einigen Firmen absagen müssen, was Schulleiter Markus Lammes bedauert. Doch andererseits werfe es ein positives Licht auf die Schule, dass etliche größere Unternehmen, auch über die Region hinaus, dabei waren. Und viele hätten bereits für die elfte Bildungsmesse im kommenden Jahr zugesagt. Deren Besonderheit ist, dass sie nicht nur eigene Schüler aus Hermeskeil und Saarburg nutzen. Mit ihnen schauten sich Hermeskeiler Gymnasiasten und IGS-Schüler sowie 15- bis 18-Jährige der Realschulen plus Thalfang und Kell und der St. Martinus-Schule Reinsfeld um.

 Die Angebote reichten von kaufmännischen und mechanischen Berufen über Altenpflege und Hotellerie bis zu Fachinformatik und Bachelor-Abschlüssen. Erstmals dabei waren das Forstamt Hochwald und Natus aus Trier. Ausbildungsleiter Andreas Rock verwies dazu auf den demografischen Wandel. Sie wollten stärker ausbilden. Auch Hans-Peter Kuhn, Pferd-Werkzeuge Rüggeberg in Hermeskeil, hoffte auf interessierte Schüler. Sie seien „händeringend auf der Suche nach Auszubildenden“. Judith Meuter, Qualitätsbeauftragte im Seniorenzentrum Kell, lobte die Schüler. Sie seien sehr gut vorbereitet, interessiert und stellten konkrete Fragen.

 Auch Jerome und David, 15-jährige Gymnasiasten, schauten sie sich um. Sie wollten sehen, was angeboten wird und was die Firmen herstellten – zudem seien Kontakte immer gut. Auch Justin (14) nutzte die Gelegenheit: „Man muss sich ja auf sein weiteres Leben vorbereiten.“ Er hofft auf eine Ausbildung im Metallbau.

Nisrin, Zoé und Marie-Christin informierten sich bei der Polizei. Das sei ein interessanter Beruf, der Neues biete und die Chance, sich gegen Ungerechtigkeit einzusetzen. Außerdem sei es gut, „dass man viel vom Leben mitbekommt – so wie es wirklich ist.“

Michael Wahlen, Leiter der Polizei-Inspektion Hermeskeil, freute das große Interesse teils noch junger, aber „potenter“ Bewerber, darunter auch Schüler mit Migrationshintergrund. In einer interkulturellen Gesellschaft müsse sich die Polizei entsprechend aufstellen.