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Zehn Jahre Oberlinger-Orgel

Vor zehn Jahren wurde die Oberlinger-Orgel eingeweiht: Dies ist Anlass für die Konzertreihe. Das erste Konzert gaben der Hermeskeiler Musikpädagoge Stephan Butterbach (Zweiter von links) und seine Studienkollegin Alexi Kuppert-Baumgart (Sopran), Harry Geib an der Trompete und Organist Tobias Deutschmann. Foto: Hans-Josef Loch
Vor zehn Jahren wurde die Oberlinger-Orgel eingeweiht: Dies ist Anlass für die Konzertreihe. Das erste Konzert gaben der Hermeskeiler Musikpädagoge Stephan Butterbach (Zweiter von links) und seine Studienkollegin Alexi Kuppert-Baumgart (Sopran), Harry Geib an der Trompete und Organist Tobias Deutschmann. Foto: Hans-Josef Loch
HERMESKEIL. (jolo) Seit 1994 beheimatet die katholische Pfarrkirche St. Martinus eine vielseitig einsetzbare Oberlinger-Orgel. Im zehnten Jahr ihres Daseins startete jetzt eine Konzertreihe.

Bei der Premiere wurden Werke berühmter Barockmusik-Komponisten zu Gehör gebracht. Nachdem Stefan Thinnes 1994 Kantor von St. Martinus wurde und sah, welch wunderbares Instrument er mit der damals neuen Oberlinger-Orgel bedienen durfte, fasste er einen Entschluss. Fortan sollte das Instrument nicht nur bei Gottesdiensten erklingen, sondern in Konzerten mit namhaften Musikern von nah und fern. Anlässlich der Orgelweihe vor zehn Jahren führt nun Thinnes' Nachfolger Rafael Klar dessen Werk mit einer Konzertreihe fort. Im Mittelpunkt steht das Tasteninstrument, das in der Orgelbauwerkstatt Oberlinger in Windesheim gebaut wurde.Ideal für symphonische Chormusik der Romantik

"Die in einem fein gearbeiteten Eichengehäuse untergebrachte Orgel besteht aus vier Teilorgeln", sagt Kantor Klar und klärt auf, dass jede für sich einen eigenen Charakter hat. "Insgesamt ist der Klang am französischen Orgelbau orientiert", so der Kirchenmusiker. Vom Hermeskeiler Kantor erfährt der Laie weiter, dass sich die "Oberlinger" wegen ihrer Größe und des großzügigen Kirchenraumes besonders für symphonische Orgelmusik der Romantik eignet. Ebenso lassen sich auf ihr innerhalb der Liturgie, wo sie ihre Vielfältigkeit beweisen kann, sowie bei Konzerten Werke anderer Stilrichtungen klangschön darstellen. Wie beim jetzt stattgefundenen ersten Konzert, das Stücke der altbekannten Barockmusikkomponisten Johann Sebastian Bach, Alessandro Scarletti oder Georg Friedrich Händel beinhaltete. Die abwechslungsreichen Werke wurden dargeboten von der Sopranistin Alexi Kuppert-Baumgart, Stephan Butterbach und Harry Geib (beide Trompete) sowie dem Organisten Tobias Deutschmann. Folgende Konzerte, bei denen die Hermeskeiler "Oberlinger" ihre Vielseitigkeit beweist, folgen in der St.-Martinus-Kirche: Sonntag, 14. März, 17 Uhr: Abendlob - Chor und Orgelmusik zur Fastenzeit (Kirchenchor St. Martinus/Leitung: Rafael Klar); Ostermontag, 12. April, 17 Uhr : Konzert - Musik für Orgel und zwei Trompeten (Gerhard Piroth und Frank Wilhelmi), Orgel Rafael Klar: Orgelkonzert im Mai/Juni (Termin wird noch bekannt gegeben) mit dem Koblenzer Dekanatskantor Joachim Assmann; Freitag, 9. Juli, 20 Uhr (Eröffnung der Stadtwoche): Konzert - Werke von Poulenc und Rheinberger für Orgel und Orchester, Solist: Kantor Josef Eich aus Kornelimünster, Orchesterleitung: Rafael Klar; Sonntag, 19. September, 17 Uhr: Konzert - Orgel und Cello mit Stefan Klemm (Dekanatskantor St. Wendel) und Artur Gebhardt (Cellist aus München); 28. November, 17 Uhr: Chorkonzert des vierten ökumenischen Jugendchorwochenendes der Region Trier, Leitung: Rafael Klar, Laurentius Lauterbach und Armin Surkus-Anzenhofer.