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Zwei neue Gesichter im Nationalparkamt

Arbeiten gemeinsam am Erfolg des Nationalparks Hunsrück-Hochwald: Guido Lotz und Sabine Hornung. Foto: Stefan Conradt
Arbeiten gemeinsam am Erfolg des Nationalparks Hunsrück-Hochwald: Guido Lotz und Sabine Hornung. Foto: Stefan Conradt FOTO: (h_hochw )
Birkenfeld/Hermeskeil. Zwei weitere Stellen sind beim Nationalparkamt seit einigen Tagen besetzt. Guido Lotz (53) übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit (der TV berichtete bereits). Sabine Hornung (44) kümmert sich um das Thema Kulturgeschichte. Stefan Conradt

Birkenfeld/Hermeskeil. Der PR-Fachmann Guido Lotz ist im Nationalparkamt, das seinen Sitz in Birkenfeld hat, ab sofort für die Öffentichkeitsarbeit zuständig, die Archäologie-Professorin Sabine Hornung betreut den kulturgeschichtlichen Bereich.
Guido Lotz wohnt in Bernkastel-Kues und war zuvor 14 Jahre für die Vermarktung des Vulkanparks Mendig in der Eifel zuständig. In dieser Funktion managte er auch das Geysir-Erlebniszentrum in Andernach, das Römerbergwerk Meurin und den Lava-Dome in Mendig - jeweils mit erstaunlichen Besucherzahlen.
Nach so langer Zeit lockte ihn aber eine neue Aufgabe. Er möchte mithelfen, den Hunsrück ähnlich voranzubringen wie die Eifel: "Es gibt da viele Parallelen. Meine Aufgabe ist es, dass sich möglichst viele Menschen für diesen Nationalpark interessieren." Lotz hat Geografie studiert und sich "schon immer für Nationalparke interessiert". Er will den Park europaweit auf Messen bewerben und eng mit den bestehenden Touristinformationen und den gastronomischen Partnerbetrieben zusammenarbeiten.
Seit 2006 forscht Sabine Hornung in der Hochwaldregion, die nun Nationalpark ist. Sie sagt: "Die Geschichte der Region ist eng mit der Natur verbunden. Wenn wir heute in den Wald gehen, sehen wir ein Produkt unserer Ahnen."
Die Professorin für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie an der Uni Mainz, die im Nationalparkamt eine halbe Stelle bekleidet, hatte im Sommer 2012 für eine Sensation gesorgt, als sie bei Hermeskeil das bisher älteste römische Militärlager in Deutschland fand, das wahrscheinlich eine wichtige Rolle in Julius Caesars Gallischem Krieg spielte. Und nun auch bei der Präsentation und touristischen Vermarktung des Nationalparks. Erst vor wenigen Tagen hat das Team um Hornung unweit von Schwarzerden am Fuß des Hunnenrings eine mittelalterliche Burg entdeckt. Ihr Wissen soll auch in den Vortragsfundus der Ranger überführt werden.