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Zwischen Reinsfeld und Holzerath: Rumpelpiste scheibchenweise saniert

Wer die L 146 von Reinsfeld nach Holzerath fährt, spürt den Kontrast zwischen Alt und Neu. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Wer die L 146 von Reinsfeld nach Holzerath fährt, spürt den Kontrast zwischen Alt und Neu. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Reinsfeld/Holzerath. Eine ehemalige Holperstrecke vor Holzerath ist nach allen Regeln der Kunst für 550 000 Euro ausgebaut worden. In den letzten Tagen mussten die Straßenbauer nur noch die Bankette anlegen, die sogar schon eingesät sind. Im dritten Quartal des Jahres werden weitere 1830 Meter Straße in Richtung Reinsfeld ausgebaut.

Reinsfeld/Holzerath. Wer ab sofort mit dem Auto von Reinsfeld nach Holzerath, beides Trier-Saarburg, fährt, spürt den Kontrast: 1200 Meter vor dem Ortsschild rollt der Wagen plötzlich ganz ruhig. Grund ist der Vollausbau einer ehemaligen Holperstrecke. 550 000 Euro investierte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Trier dafür. "Die Kosten sind deshalb so hoch, weil dieser Ausbau eine Grundsanierung ist", erklärt Daniela Pitro von der Straßenbauabteilung im Landesbetrieb Mobilität. In der Planung seien sogar 600 000 Euro kalkuliert gewesen.
Dank der milden Witterung gab es keine nennenswerten Verzögerungen. "Die Asphaltdecke kann jedoch nur bei gutem Wetter und ausreichend hohen Temperaturen eingebaut werden", weiß die Fachfrau. Die Strecke sei ja über den Winter hinweg frei befahrbar gewesen.
Langes Warten auf die Bagger


Im September vergangenen Jahres hatten die Arbeiten begonnen, auf die alle Nutzer schon lange gewartet hatten. Der Holzerather Ortschef Herbert Marth beschrieb seinerzeit den Straßenzustand als "Herausforderung für die Stoßdämpfer im Auto" und als für Motorradfahrer lebensgefährlich.
Rund 650 000 Euro soll der Ausbau der L 143 zwischen Schillingen und Heddert kosten, wofür der jetzt gerade fertiggestellte Abschnitt drei Monate lang als Umleitung gebraucht wird.
Im dritten Quartal des Jahres werden die Bauarbeiten in Richtung Reinsfeld fortgesetzt. Weitere 1830 Meter kommen hinzu. "Da sich diese Baumaßnahme in einem Wasserschutzgebiet befindet, werden zusätzlich bauliche Maßnahmen erforderlich", sagt Pitro. Der Umstand, dass das Grundwasser nicht in Mitleidenschaft gezogen werden darf, treibt die Kosten im Vergleich zum ersten Bauabschnitt enorm in die Höhe. 1,28 Millionen wird dieser Vollausbau kosten.
Umgeleitet wird wieder über Hinzenburg, Kell und Reinsfeld. Ein weiterer Ausbau nach diesem zweiten Bauabschnitt in Richtung Reinsfeld ist zurzeit nicht vorgesehen. Wann die Baumaschinen wieder anrücken, steht derzeit noch nicht genau fest. Der LBM wird die Sperrungen rechtzeitig bekanntgeben. doth