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Hochwasser: Am Flughafen Luxemburg wird vor Ferien Kerosin knapp

Pipeline unterbrochen : Kerosinversorgung des Luxemburger Flughafen wieder gesichert (Update)

Auch Luxemburg wurde heftig vom Hochwasser getroffen. Etliche Orte standen am Donnerstag unter Wasser. Viele Straßen sind gesperrt. Kurzzeitig war auch die Kerosinversorgung des Flughafens in Gefahr. Grund war nicht ein Leck in der sogenannte Nato-Pipeline.

Auch Luxemburg ist stark vom Hochwasser betroffen. Die Grenzstädte Echternach und Rosport standen fast komplett unter Wasser. Etliche Häuser mussten am Donnerstag evakuiert werden. Stark betroffen war auch Vianden. Noch immer sind zahlreiche Straßen im Nachbarland gesperrt, weil sie unpassierbar sind. Auch im Zugverkehr kommt es zu Ausfällen und Verspätungen.

Flughafen Luxemburg: Kerosinversorgung durch Hochwasser in Gefahr

Auswirkungen hatte die Flutkatastrophe auch auf den Flughafen Luxemburg. Die Kerosinversorgung für die von dort startenden Flugzeugen  war in Gefahr. Als Grund nannte das luxemburgischen Transportministerium, dass am Donnerstag bei Echternacherbrück (Eifelkreis Bitburg-Prüm) die sogenannte Nato-Pipeline zerstört worden sei. Durch Überflutung sei ein Ventil beschädigt worden.  Die Einsatzleitung des Eifelkreises Bitburg-Prüm widersprach nun dieser Darstellung. „Meldungen luxemburgischer Medien, die über ein Leck der Nato-Pipeline in Höhe von Echternacherbrück berichtet hatten, können nicht bestätigt werden“, teilte Kreisbeigeordneter Rudi Rinnen mit. Auf Feuerwehranfrage habe die Fernleitungsbetriebsgesellschaft, die die Pipeline betreibt, mitgeteilt, dass keine Beschädigungen festgestellt werden konnten. Es komme allerdings an vielen Flughäfen zu Einschränkungen bezüglich der Kerosinversorgung, da durch den hochwasserbedingten Stromausfall die Pumpstationen teilweise ausgefallen sind, heißt es in der Mitteilung der Bitburg-Prümer Kreisverwaltung.   Der starke Geruch nach Heizöl in Echternacherbrück lasse sich durch Verunreinigungen aufgrund der Hochwasserlage im Eifelkreis erklären.

Nun meldete das Transportministerium, dass die Kerosinversorgung über die Pipeline wieder gesichert sei. Ursache für den Ausfall sei kein Defekt gewesen, sondern der Ausfall einer Pumpe wegen Unterbrechung der Stromversorgung.  Die Pipeline selbst  sei nicht betroffen gewesen. In einem Brunnen, durch den die Pipeline führt, sei eine reduzierte Wassermenge beobachtet worden. „Die Wassermenge war dennoch groß genug, um das Sensor-Alarmsystem auszulösen, das bei einem Kerosinleck den Durchfluss stoppen sollte“, teilte das Ministerium mit.

Die 5000 Kilometer lange Pipeline, die vom belgischen Antwerpen Nato-Flughäfen (darunter auch die Airbase Spangdahlem) mit Kerosin versorgt, ist ein Relikt des Kalten Krieges. Gegründet wurde sie 1958. Der Luxemburger Flughafen hängt ebenfalls an der Pipeline, weil er im Kriegsfall von der Nato benutzt werden darf.