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Ehrenamt
13 Vereine und ein Liebesgedicht

Drei Kabarettisten, die Auswahl zwischen Wein und Mikrofon: Bürgermeister Andreas Hackethal ist von den Saalü-Dorfprüfern Günter Müller, Charla Drops und Mark Welte sichtlich gefordert.
Drei Kabarettisten, die Auswahl zwischen Wein und Mikrofon: Bürgermeister Andreas Hackethal ist von den Saalü-Dorfprüfern Günter Müller, Charla Drops und Mark Welte sichtlich gefordert. FOTO: Christoph Strouvelle
Morbach. Die Gemeinde Morbach hat erstmals einen Ehrenamtstag organisiert. Die 300 Besucher haben einen Mix aus Darstellung von Vereinen und Kabarett gesehen. Von Christoph Strouvelle

Das Ehrenamt würdigen  mit einem kabarettistischen Dorfcheck: Die Einheitsgemeinde Morbach hat bei ihrer Premiere gleich drei Dinge miteinander verbunden. Zum einen haben 13 Vereine beim ersten Ehrenamtstag die Möglichkeit genutzt, im Foyer der Baldenauhalle für sich Werbung zu machen. Die meisten Ausstellenden sind in sozialen Bereichen tätig, nur wenige im Sport. Aus den musikalischen Vereinen der Einheitsgemeinde hat sich niemand im Foyer präsentiert. „Wir wollen auf uns aufmerksam machen, dass wir das ganze Jahr präsent sind“, sagt Peter Schieber von der Reservistenkameradschaft Morbach. Die Teestube beteiligt sich mit einem Stand, um zu zeigen, wie sich die Jungen und Mädchen im Jugendraum der Gemeinde engagieren. „Wir sind auf der Suche nach weiteren Jugendlichen, die dort Projekte organisieren“, sagt Eric Huber. Die Wanderfreunde Bischofsdhron hoffen auf weitere Mitglieder. Beim Morbacher Herbst, der in diesem Jahr unter dem Motto  „Vereine“ stand, habe man zwei Paare als neue Mitglieder gewinnen können, sagte Simone Leis.

Des Weiteren hat Bürgermeister Andreas Hackethal die Gelegenheit genutzt, vor rund 300 Besuchern den freiwilligen Helfern in der Einheitsgemeinde bei dieser zentralen Veranstaltung zu danken. „Sie sind das Salz in der Gesellschaft“, sagte er. Die Vereine im Foyer seien exemplarische Beispiele, wie man sich einbringen kann. Darüber definiere sich das Ehrenamt auch darüber hinaus, beispielsweise bei der Nachbarschaftshilfe.

Als Dank für alle ehrenamtlich Tätigen hat die Gemeinde zum Dorfcheck eingeladen. Den haben drei Kabarettisten in ihrer Rolle als Dorfprüfer erledigt. Besonders gefordert ist Bürgermeister Hackethal beim Interview mit Abteilungsleiter Günter Müller vom „Ministerium des Inneren, für Sport, Spaß und Infrastruktur“. Fehlerfreies Aufsagen aller Ortsbezirke mit Spitznamen, die Energielandschaft, der künftige Weinanbau in Morbach infolge der Klimaerwärmung („Ein Baum, ein Windrad, eine Rebe“) sowie ein vom Rathaus-Chef verfasstes Liebesgedicht an Morbach, dem „schönsten Ort im ganzen Land“ – untermalt von den musikalischen Klängen von „Je t’aime“ – Hackethal bewältigt alle Aufgaben auch mit Hilfe der Kabarettistin Charla Drops, die den Bürgermeister reichlich mit Getränken versorgt. Bei den Interviews mit den Kabarettisten Günter Müller und Mark Welte haben anschließend Morbacher Ortsvorsteher über die „kleine“ Politik informiert. Wobei der eine oder andere Besucher die Auswahl der Themen und Gäste als „zu politisch und zu wenig Ehrenamt“ kritisiert. Dies kommt dann nach der Pause im Interview mit Bürgern mehr Raum.

Zwei Höhepunkte waren der Auftritt des Männergesangvereins Gonzerath und die Zaubervorführung von Pastor Michael Jacob, der den Besuchern die wundersame Weinvermehrung der Hochzeit von Kanaan demonstriert hat.