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2000 Besucher bei Festumzug in Irmenach

Mit Kind und Kegel unterwegs: Acht Fußgruppen und zwölf Motivwagen beteiligten sich am Umzug anlässlich des Irmenacher Marktes. TV-Foto: Christoph Strouvelle
Mit Kind und Kegel unterwegs: Acht Fußgruppen und zwölf Motivwagen beteiligten sich am Umzug anlässlich des Irmenacher Marktes. TV-Foto: Christoph Strouvelle
Irmenach. Der Umzug am traditionellen Irmenacher Markt stand in diesem Jahr im Zeichen des 90-jährigen Bestehens des Musikvereins Irmenach-Beuren. Rund 2000 Zuschauer sahen sich die Motivwagen und Fußgruppen an, um sich anschließend auf dem Markt umzuschauen. Christoph Strouvelle

Irmenach. Seit 90 Jahren besteht der Musikverein Irmenach-Beu ren. Grund genug für die Festgemeinschaft des Hunsrückortes, den Umzug anlässlich des traditionellen Irmenacher Marktes unter das Jubiläumsmotto zu stellen. Rund 2000 Zuschauer betrachteten den 90 Minuten andauernden Zug von Beuren nach Irmenach. Er setzte sich in diesem Jahr aus zwölf Festwagen und acht Fußgruppen zusammen. "Alle Zugnummern sind aus Irmenach oder Beuren", sagte der Irmenacher Bürgermeister Martin Kirst stolz. Sie wurden von den Jubilaren des Musikvereins Irmenach-Beuren und den Musikvereinen aus Hochscheid und Traben-Trarbach begleitet.
Die Motive der teilnehmenden Gruppen beschäftigten sich mit dem Motto "90 Jahre Musikverein" entsprechend mit musikalischen Themen. Dazu gehörten auch Hausfrauenmusik, die Darstellung der Gründungsveranstaltung des Musikvereins oder der Mäusekinder des Dorfes, die sich von einem Duplikat des Rattenfängers von Hameln mit einer Querflöte zur Musik anlocken ließen. Das war ganz im Sinne von Bürgermeister Kirst, der auch Vorsitzender des Musikvereins ist: "Wir wollen mehr Nachwuchs für den Verein mit seinen 25 aktiven Musikern gewinnen", sagte er, damit die Geschichte des Musikvereins fortgesetzt werden kann. Die bisherigen 90 Jahre waren auf einer Präsentation im Gemeindehaus dargestellt. Abends veranstaltete der Musikverein im Festzelt seinen Jubiläumsabend zum 90-jährigen Bestehen unter der Mitwirkung auswärtiger Musikvereine.
Am Sonntag und Montag fand dazu der Irmenacher Markt statt. An 40 Ständen fanden die Besucher, die aus dem ganzen Hunsrück und von der Mosel angereist waren, ein breites Angebot vor. Die Standbetreiber boten eine Vielzahl an Putzsachen und Haushaltswaren, Schuhen und Textilien an. Mit dem Ruf "Alles fürs Schmieren ham wa da, für die Füß", bot Standbetreiber Anton Feichtner seine Balsam- und Pflegeprodukte an. Auch Gewürze und Süßwaren fanden ihre Abnehmer. Jedoch startete der Betrieb in der Marktstraße erst am fortgeschrittenen Nachmittag. "Irmenach ist ein später Markt, früh ist da nichts los", sagte ein Aussteller. Bürgermeister Kirst freute sich denn auch über viele Besucher mit gefüllten Einkaufstüten. "Es gibt immer Leute, die gerne auf dem Markt einkaufen", sagte er. Weniger gelungen am Irmenacher Markt war die Ausschilderung der Parkplätze. Zahlreiche Fahrer stellten ihre Autos trotz zahlreicher Halteverbotsschilder in der Hauptstraße ab. Kirst kündigte an, für das kommende Jahr die Parkregelung zu überdenken. Den Umzug beeinträchtigten die abgestellten Autos nicht: "Gott sei Dank ist die Straße breit genug."