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Würzburg/Morbach
30 Freiwillige für den Naturschutz

Würzburg/Morbach. Deutsche und Chinesen arbeiten im Morbacher Gemeindewald, um seltenen Arten wie dem Haselhuhn einen neuen Lebensraum zu bieten.

Mithilfe des Vereins Bergwaldprojekt pflegt der Gemeindeforst Morbach ehemalige Niederwaldflächen, um seltenen, lichtliebenden Arten Lebensraum zu bieten. Eine Gruppe von 30 Freiwilligen aus Deutschland und China unterstützen den Gemeindewald bis zum 29. September bei der Reaktivierung der historischen Waldnutzungsform. Neben den Arbeiten für den Naturschutz sollen die Teilnehmer für ökologische Themen und den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen sensibilisiert werden. Dieses Jahr arbeitet das Projekt  zum ersten Mal im Gemeindewald Morbach. Anlass dazu sind die Naturschutzarbeiten, die im Gemeindeforst Morbach dieses Jahr großen Raum einnehmen. In den ehemaligen Niederwaldhängen des Dhrontales werden Teilflächen und besondere Felsstrukturen wieder freigestellt. Dazu werden auf vielen Kleinflächen Bäume ,,auf den Stock“ gesetzt, um das Wiederaustreiben zu fördern. Die Auflichtung der Hänge ist aus Sicht der heutigen Forstwirtschaft unwirtschaftlich, da die Arbeiten nur mit spezieller Technik durchgeführt werden können und nur wenig verwertbares Holz geerntet wird. Es stehen andere Ziel im Vordergrund: Umgeben von waldreichen, schattigen Standorten bieten die felsendurchsetzen und lichten Waldhänge seltenen Arten Lebensraum. Mögliche Bewohner der neu entstehenden Flächen sind beispielsweise das vom Aussterben bedrohte Haselhuhn.