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"Alle Erwartungen übertroffen"

Dosenwerfen, Springburg und vieles mehr: Nach der Open-Air-Nacht am Samstag, hatten am Sonntag die kleinen Besucher ihren Spaß bei der Immerter Wiesengaudi.Foto: Ursula Schmieder
Dosenwerfen, Springburg und vieles mehr: Nach der Open-Air-Nacht am Samstag, hatten am Sonntag die kleinen Besucher ihren Spaß bei der Immerter Wiesengaudi.Foto: Ursula Schmieder
IMMERT. (urs) Mehr als 600 Open-Air-Besucher - dazu ein reges Interesse am sonntäglichen Spiel-und-Spaß-Angebot: Die Immerter Wiesengaudi wurde am Wochenende zu einem tollen Erfolg, der die Veranstalter angenehm überraschte.

"Wir wollten unserer Jugend etwas Gutes tun", erklärte Oliver Steinmacher die Idee der Immerter Wiesengaudi. Man müsse sich ja um die Jugendlichen kümmern, damit diese nicht auf der Straße landen, ist der 28-Jährige überzeugt.Erlös soll bei der Einrichtung eines Jugendraums helfen

Das musikalisch-spielerische Treiben diente vor allem einem Projekt: Geld für den geplanten Jugendraum zu beschaffen. Das entsprechende Gebäude ist laut Bürgermeister Bernd Weinig zwar "uralt", aber mittlerweile bereits im Besitz der Gemeinde. Und da Hermann Brück, Dorferneuerungsbeauftragter des Kreises, das Projekt unterstützt, sind die Weichen gestellt. "Wir machen jetzt erst mal die Planung", sagte Weinig. Was das Ganze koste, sei derzeit noch nicht zu sagen: "Da gehen schon ein paar Euro drauf - so gesehen, ist das hier ein Tropfen auf den heißen Stein." Doch vielleicht wird der "Tropfen" ja zum Kauf von zwei oder drei neuen Spielplatz-Geräten reichen. Veranstalter Steinmacher kann auf jeden Fall zu Recht zufrieden sein. Und mit ihm alle, die in Immert zum Gelingen der Wiesengaudi beigetragen haben. Neben der Dorfbevölkerung sind das vor allem Uwe Voll, der sich mit Steinmacher um die Organisation kümmerte, und Wehrführer Alexander Voll. Der Feuerwehrmann hatte sich um die Attraktionen für die Kinder gekümmert. Und mit Torwandschießen und Dosenwerfern bei Kindern und Jugendlichen gepunktet. Während die Wilderen sich auf der Springburg austobten, konnten die Kleinsten basteln oder standen beim Kinderschminken Schlange. Unter ihnen auch die kleine Jennifer, die geduldig ausharrte, bis sie als Clown hinaus laufen konnte. Währenddessen hatten sich Jessica, sechs Jahre, und Johannes, fünf, schon überlegt, dass sie mit Leoparden-Gesichtern das Zelt verlassen wollten. Wem das Schminken zu ruhig und der Sport zu anstrengend war, der konnte mit Michael Heinsch und seinem Schlittenhund "Olli" im Bollerwagen über die Wiese ziehen. Der Lüxemer bietet diesen Dienst Kindergärten, Grundschulen sowie für soziale Zwecke an - und das zum Nulltarif. Allerdings übernimmt er pro Monat nur zwei Aktionen. Die Idee dazu war Heinsch vor zwei Jahren gekommen: "Als gesunder Gegenpol zu der Kampfhunde-Sache, damit die Leute sehen, es geht auch anders." Peter Philippi hatte im Wagen auf jeden Fall keine Angst vor großen Hunden. "Ich finde das ganz toll für die Kinder" meinte auch eine Besucherin aus Thalfang, die sich freute, dass im kleinen Immert an diesem Tag so viel geboten wurde."Drüsenflieger" heizten mehr als 600 Zuhörern ein

Während der Musikverein Geisfeld kostenlos die musikalische Umrahmung des Fest-Sonntags übernahm, hatten die "Drüsenflieger" am Samstagabend für Stimmung gesorgt. "Das war super gemacht - einige sind spontan auf die Bühne gesprungen und haben mit gesungen", erzählte eine Malbornerin. Die sechs Musiker aus verschiedenen Bands, die sich extra für diesen Anlass zusammen getan hatten, waren ebenfalls unentgeltlich aufgetreten. "Da war die Hölle los - der Abend hat alle Erwartungen übertroffen", zog Bürgermeister Weinig Bilanz. Rund 600 Zuhörer waren zum Sportplatz gekommen - und hatten zuvor wohl ein Stoßgebet gen Himmel gesandt. Denn der um halb zehn einsetzende Gewitterschauer zog links und rechts an Immert vorbei.