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Ausbildung
Diskriminierung damals und heute

Die Schüler haben während der Ausbildungsmesse die Ergebnisse ihrer Untersuchung zum Thema Diskrimiminierung vorgestellt.
Die Schüler haben während der Ausbildungsmesse die Ergebnisse ihrer Untersuchung zum Thema Diskrimiminierung vorgestellt. FOTO: Christoph Strouvelle
Morbach. Morbacher Schüler haben gemeinsam mit jungen Rumänen die Rolle der Frau in der Werbung unter die Lupe genommen.

Parallel zur Ausbildungsmesse 2018 hat eine Gruppe bestehend aus Schülern des kommenden Abiturjahrgangs der Morbacher Integrierten Gesamtschule Ergebnisse ihres Workshops vorgestellt, in dem sie sich mit Frauendiskriminierung befasst hat. Die zehn Jungen und Mädchen haben,  betreut von den Lehrern Sebastian Kurz und Alexander Hallet, gemeinsam mit Schülern eines rumänischen Gymnasiums Werbung ausgewertet aus der Zeit des Nationalsozialismus, des Kommunismus und der heutigen Epoche.

Verbunden damit waren gegenseitige Besuche der Gruppen in Morbach und in Rumänien.

Das Resümée der Morbacher Schüler: „Es hat sich viel zum Positiven gewandelt“, sagt Emma Martini, Mitglied der Projektgruppe. Im Nationalsozialismus und im Kommunismus seien die Frauen auf ihre traditionellen Rollenbilder und Tätigkeiten wie Putzen und Kochen reduziert worden. Das sei heute lange nicht mehr so stark der Fall, hat die Projektgruppe herausgefunden.

Bei vielen Bildern in der Werbung werde die Diskriminierung der Frau nicht erkannt, sagt Elena Klein. Und auch die Wahrnehmung der rumänischen und deutschen Schüler hätten sich unterschieden. Ein Foto, auf dem eine Frau in Unterwäsche abgebildet ist, hätten die rumänischen Schüler als attraktiv bezeichnet, während die deutschen Jungen und Mädchen das Bild als diskriminierend empfunden hätten, sagt Martini. Die Ausstellung in der Mensa der IGS ist während der Ausbildungsmesse sowohl bei Schülern, Lehrern und Eltern der Schüler auf großes Interesse gestoßen. Emma Martini sagt: „Das Thema soll nicht in Vergessenheit geraten.“