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Erbeskopf: Ideenwettbewerb nimmt Formen an

Im Zweckverband Erbeskopf besteht grundsätzlich Einigkeit zu einem Ideenwettbewerb hinsichtlich des Erbeskopf-Gipfels. Man will sich allerdings noch wegen eines Ausschreibungstextes verständigen. Die Wehrbereichsverwaltung West in Wiesbaden prüft unterdessen die Einschränkungen, denen der Erbeskopf wegen der dortigen Radaranlagen noch unterliegt. Von unserer Redakteurin Ilse Rosenschild

Erbeskopf. Geplant ist er schon länger. Doch inzwischen nimmt der Ideenwettbewerb für den Erbeskopf-Gipfel konkretere Formen an. Das versichert Michael Suska vom Rathaus Thalfang dem TV auf Anfrage. Es gehe unter anderem um die Themen Erholung, Natur und Aussicht. Er rechnet damit, dass man in Kürze den Wettbewerb ausschreiben könne. Grundsätzlich sei man sich mit den Mitgliedern des Zweckverbands einig. Es gehe lediglich noch um den konkreten Auslobungstext.

"Es muss kein neuer Turm gebaut werden"

Das "Turm-Thema" ist offenbar nicht gänzlich ad acta gelegt, aber nach wie vor unterliegt der höchste Gipfel in Rheinland-Pfalz den Restriktionen des Militärs auf dem Plateau, die derzeit nur den zwölf Meter hohen Holzturm auf dem höchsten Gipfel des Landes zulassen. 1961 war der historische Kaiser-Wilhelm-Turm von den Amerikanern gesprengt worden, die das Gelände inzwischen längst verlassen haben.

Aber auch die Bundeswehr kann sich wegen ihrer Radareinrichtungen mit einem höheren Turm an exponierter Stelle nicht anfreunden. Doch möglicherweise kommt Bewegung in die Angelegenheit.

Man sei im Gespräch mit der Wehrbereichsverwaltung West in Wiesbaden, erklärt Suska. Sie wolle eine Schutzbereichsverordnung aus dem Jahr 1995 überprüfen und den Bereich neu vermessen. Die Ergebnisse der Untersuchung wolle man noch abwarten. Sie sollen in die Ausschreibung einfließen. Was den Bau eines Bauwerks angeht, ist man in Thalfang dennoch nicht euphorisch. Aber es müsse ja schließlich kein Turm sein. Das Thema Aussicht lasse sich ja ganz unterschiedlich darstellen.

Erst kürzlich hatten in einer nicht-öffentlichen Sitzung Studenten aus dem Fachbereich Geografie/Geowissenschaften der Universität Trier dem Ausschuss des Zweckverbands Erbeskopf die Ergebnisse einer Projektstudie über die konzeptionelle Weiterentwicklung des Erbeskopfs vorgelegt. 18 Studenten hatten sich mit diesem Thema befasst. Im Rahmen der Studie sind nach Auskunft von Suska eine Reihe von Ideen und Vorschlägen entwickelt worden. Die Wetterverhältnisse im vergangenen Winter hatten die Untersuchung allerdings erschwert.

Dennoch wolle man die Ergebnisse auf ihre Machbarkeit hin überprüfen und daraus ein tragfähiges Konzept entwickeln. Über die konkreten Ideen der Studenten äußert man sich im Rathaus sehr zurückhaltend. Allerdings hätten die Themen Hotellerie und Gastronomie durchaus eine zentrale Rolle gespielt. Ob dieses Konzept wiederum von Studenten in einer Projektarbeit realisiert oder "professionell" angegangen werden soll, steht offenbar noch nicht fest. Eine Entscheidung soll in der nächsten Verbandsversammlung Ende September herbeigeführt werden.

Es gibt derzeit weitere Überlegungen, den Erbeskopf attraktiver zu gestalten. Eine Firma habe die Absicht, einen Hochseilgarten zu installieren. Nach Auffassung von Suska ist dies in Erbes kopf-Nähe "keine einfache Kiste, aber eine Her ausforderung".