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Jubiläum
Fest in Hasborn: Filialkirche wird 50 Jahre alt

Die Kirche St. Rochus in Hasborn.
Die Kirche St. Rochus in Hasborn. FOTO: TV / Klaus Schmitz
Hasborn. Zahlreiche alte Fotos und Dokumente erinnern an das Großereignis. Von Klaus Schmitz

Mit einem Festamt in Eifeler Platt feiert die Pfarrei Greimerath am Samstag, 18. August, um 17 Uhr die Einweihung ihrer Filialkirche in Hasborn vor 50 Jahren. Als Erinnerung an das damalige Großereignis werden zahlreiche alte Fotos und Dokumente in der Filialkirche ausgestellt.

Rückblick: Mehr als hundert Hasborner kommen zusammen und lassen sich den ersten Vorschlag für eine neue Kirche von dem verantwortlichen Architekten Karl-Peter Böhr aus Trier erläutern. Nach mehreren Bedenken und einigen neuen Plänen wird die Baustelle schließlich 1967 am Eichenhain eingerichtet. Das Grundstück dazu hat die Gemeinde gestiftet. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf
550 000 Mark.

 Warum eine neue Kirche? Hasborn hatte damals an der neu gebauten Autobahn 377 Einwohner, knapp 60 Prozent unter 30 Jahren, und die Dorfentwicklung ist positiv. Der Blick von der Autobahn ins Dorf fällt zuerst auf die kleine Kapelle inmitten der Bauernhäuser (1775 erbaut und damals eingeweiht durch Pfarrer Jakob Michels, einem Sohn des Dorfes). Doch sie ist viel zu klein geworden. Selbst Bischof Wehr monierte bereits 1957 den schlechten Zustand und die Platzverhältnisse.

Am 4. Februar 1962 beschließt der Kirchenvorstand der Pfarrei Greimerath einen Neubau der Filialkirche in Hasborn. Die Verantwortung für ein derartiges Großprojekt übernimmt ein eigens gegründeter „Kirchbauverein Hasborn“ unter der Leitung von Franz Schäfer, Jakob Zirbes II, Alfred Mengelkoch und Walter Schuh. Am 16. Januar 1964 wird der erste Vorschlag für die neue Kirche diskutiert, am 12. April 1967 die Baustelle eingerichtet. Die Kirche erhielt drei Glocken; die zwei aus der alten Kirche plus einer neuen, von Jakob Zirbes I gestiftet. Unter dem Altarraum wurde ein Gruppenraum für bis zu 70 Personen eingerichtet.

 Großen Anteil an dem Erfolg hatte damals ihr neuer Pfarrer Ernst Kemp, welcher seit Dezember1963 der Pfarrei Greimerath vorstand. Er war ein unermüdlicher Unterstützer des Neubaus. Eine grundlegende und zukunftsorientierte Neuausrichtung der ländlichen Region war eines seiner wichtigsten Ziele. Bereits 1962 hatte er die Initiative zur Gründung der DJK Hasborn ergriffen. Kemp war später auch – 1971 – einer der Väter der Zusammenarbeit im neuen Pfarrverband Gillenfeld.

 Am 18. August 1968 wurde die neue Kirche durch Pfarrer Ernst Kemp mit dem ersten Gottesdienst als Konzelebration mit neun Priestern eingesegnet.