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Glückwünsche aus Morbach - Gemeinde würdigt Filmemacher Edgar Reitz

Dreharbeiten für „Die andere Heimat“ auf der Burg Baldenau: Im Juli haben Edgar Reitz und sein Kamerateam die Ruine bei Hundheim als Kulisse genutzt. TV-Foto: Archiv/Marion Maier
Dreharbeiten für „Die andere Heimat“ auf der Burg Baldenau: Im Juli haben Edgar Reitz und sein Kamerateam die Ruine bei Hundheim als Kulisse genutzt. TV-Foto: Archiv/Marion Maier
Morbach. Grüße aus der Heimat an den Macher der Heimat-Trilogie: Morbachs Bürgermeister Andreas Hackethal wünscht Edgar Reitz zum 80. Geburtstag Gesundheit und gute Ideen. In Morbach sollen derweil die Arbeiten am Café Heimat in Kürze beginnen. Hannah Schmitt

Morbach. Im Hunsrück aufgewachsen, auf der ganzen Welt bekannt: Der Filmemacher Edgar Reitz hat die Region mit seiner Heimat-Trilogie in die Öffentlichkeit gebracht. Am Donnerstag, 1. November, feiert er seinen 80. Geburtstag. Glückwünsche werden ihn auch aus Morbach erreichen. "Ich wünsche ihm von Herzen vor allem Gesundheit und insbesondere viele gute Ideen für Projekte, die er in seiner Heimat - dem Hunsrück und der Gemeinde Morbach - verwirklichen kann", sagt Bürgermeister Andreas Hackethal.
Ein Projekt, das dort gerade läuft, ist das Café Heimat. Im Elternhaus des Regisseurs soll ein Ort entstehen, in dem Bilder und Requisiten aus der Heimat-Trilogie gezeigt werden. Auch Kulturveranstaltungen sind geplant. Die Gemeinde hat erste Aufträge zur Sanierung des Gebäudes vergeben, darunter Dachdecker- und Klempnerarbeiten sowie der Abriss einer Garage für zusammen 53 000 Euro.
Insgesamt investiert Morbach 102 000 Euro. Die Arbeiten werden laut Hackethal in Kürze beginnen. Cafébetreiber ist Alfons Schramer von der Café-Rösterei Mondo del Caffè. Doch wie stehen die Morbacher zu dem berühmten Filmemacher? Die Gemeinde sehe in ihm eine große Persönlichkeit, auf die man zu recht stolz sei, sagt Hackethal. Zudem sei die Begeisterung über den neuen Film "Die andere Heimat" zu spüren. Auch weil die Burgruine Baldenau einen wichtigen Teil des Films ausmache. Dort wurde im Juli einen Tag lang gedreht.
Damals gab Reitz preis, was ihn mit der Burg verbindet: "Meine Großeltern haben beide in Hundheim gewohnt. Jeder Spaziergang hat hierhin geführt." Ihm sei außerdem in seiner Kindheit immer gesagt worden, dass sein Urgroßvater das Loch in den Burgturm gebrochen habe. Er wollte wissen, ob dort - wie es die Legende sagt - der Schatz des Schinderhannes begraben sei.
Ehrenbürger ist Reitz dennoch nicht in Morbach, sondern in Simmern. Die Erklärung dafür ist laut Hackethal simpel. Eine Ehrenbürgerschaft gebe es in der Gemeinde Morbach nicht, sagt er. Die Gemeinde würdige Reitz aber "als große Persönlichkeit Morbachs".