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Energie
Heidenburg startet in solare Zukunft

Glänzende Aussichten: Mit solchen Modulen wie in der ehemaligen Kaserne in Hermeskeil will Heidenburg, zusammen mit Innogy, Geld verdienen.
Glänzende Aussichten: Mit solchen Modulen wie in der ehemaligen Kaserne in Hermeskeil will Heidenburg, zusammen mit Innogy, Geld verdienen. FOTO: Herbert Thormeyer
Heidenburg. Der Ortsgemeinderat billigt zwei Vertragswerke mit  der RWE-Tochter Innogy. eine Photovoltaikanlage soll Mitte nächsten Jahres ans Netz gehen.

Mitte nächsten Jahres werden Solarmodule im Heidenburger Gewerbegebiet in der Sonne glänzen und die Pachtabgaben für Entspannung im Haushalt der 230-Einwohner-Gemeinde sorgen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Ortsgemeinderat zu dem Thema zwei Vertragswerke gebilligt und damit den Weg frei gemacht für den Bau einer 750-KW-Anlage, die von der RWE-Tochter Innogy gebaut wird.

„Rund die Hälfte unseres Gewerbegebietes wird dafür verpachtet“, sagt Ortsbürgermeister Werner Treinen. Er rechnet mit Pachteinnahmen im „mittleren fünfstelligen Bereich“. Einnahmen zu generieren, ist für Heidenburg auch dringend nötig, denn die Gemeinde befindet sich im Entschuldungsfonds des Landes. Und da werde ganz klar gefordert, dass die Kommunen alles tun müssten, um einen baldigen Haushaltsausgleich zu erreichen.  Ob den Bürgern durch die Photovoltaik­anlage künftig die Erhöhung von Grundsteuern oder Friedhofsgebühren, wie andernorts üblich, erspart bleibt, ist noch völlig offen.

Da sich die Nutzung des Gewerbegebietes in Teilen ändert, muss auch der Flächennutzungsplan entsprechend angepasst werden. Bei der Ausschreibung der Planung war das Büro BKS in Trier mit 7200 Euro am günstigsten. „Diese Kosten übernimmt ebenfalls Innogy“, sagt Ortschef Treinen erleichtert.

Steht die Planung, können im Frühjahr die Solarmodule installiert werden. Treinen rechnet damit, dass die Anlage Mitte 2019 ans Netz geht. Mit Verkehrsbehinderungen während der Bauzeit rechnet er nicht, da die Bauteile nicht allzu sperrig sind. Nach dem Bau dieser Anlage sind im Gewerbegebiet immer noch Restflächen vorhanden, auf denen sich Firmen ansiedeln könnten.

Wie sieht es mit Windenergie aus? „Im letzten Jahr haben wir ein Windrad bekommen, mehr war wegen gesetzlicher Vorgaben nicht drin“, bedauert Treinen. Damit stehen auf Heidenburger Gemarkung insgesamt fünf weiße Riesen. Immer größere Abstände zu Siedlungen müssen eingehalten werden. Und deshalb mache sich die Ortsgemeinde auch wenig Hoffnung auf weitere Anlagen.