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Energie
Thalfanger setzen auf Wind und Sonne

Neun ältere Anlagen bei Breit sollen in einigen Jahren durch neue ersetzt werden.
Neun ältere Anlagen bei Breit sollen in einigen Jahren durch neue ersetzt werden. FOTO: Christoph Strouvelle
Thalfang. In mehreren Ortsgemeinden der VG Thalfang denken Investoren und Kommunalpolitiker  an  zusätzliche Windräder und an solche, die ersetzt werden können. Auch Photovoltaikprojekte werden geprüft. In Malborn steht eines vor der Fertigstellung. Von Christoph Strouvelle

In der Verbandsgemeinde (VG) Thalfang gibt es Bestrebungen, den Ausbau regenerativer Energien weiter voranzutreiben. Diverse Projekte werden derzeit geprüft, geplant oder befinden sich bereits in der Umsetzung.

So denkt die Firma ABO Wind, die in der VG Thalfang zahlreiche Windräder betreibt, bereits an das Jahr 2023. Denn dann laufen die Vergütungen für neun Windräder aus dem Jahr 2002 im Windpark Berg­licht aus, sagt Daniel Duben von ABO Wind.

Dann sollen diese neun Anlagen mit 100 Meter Nabenhöhe und 1,5 Megawatt Leitung durch vier neue, leistungsstärkere Windräder ersetzt werden. Welche Anlagen dann dort errichtet werden und  wie hoch das Investitionsvolumen sein wird, kann Duben zum derzeitigen Zeitpunkt nicht sagen. Der für das Repowering mitzuständige Ortsgemeinderat Heidenburg hat in seiner jüngsten Sitzung den Planungen grundsätzlich zugestimmt. Bereits zuvor haben die Ortsgemeinderäte Berglicht, Büdlich und Breit die Pläne ebenfalls gebilligt, sagt der Heidenburger Ortsbürgermeister Werner Treinen. Doch sollen die Verträge nochmal im Rat rechtlich geprüft und beraten werden, ob die Eckpunkte für die Ortsgemeinde annehmbar sind. So soll auf jeden Fall eine Mindestpacht vereinbart werden, sind sich die Mitglieder des Rates einig. Dazu plant ABO Wind weitere Projekte in der VG Thalfang. Urta Steinhäuser von ABO Wind kündigte auf der Frühjahrswanderung in Breit zwei weitere Windräder auf der Gemarkung Gielert an. „Der Flächennutzungsplan gibt das her“, sagt der Gielerter Ortsbürgermeister Friedel Hagenburger. In Frage kämen Flächen rund um das Erdaushublager Richtung Berglicht.

Doch auch in Sachen Photovoltaik will sich ABO Wind in der VG Thalfang engagieren. So baut das Unternehmen derzeit auf einer Fläche von 13 000 Quadratmetern einen Solarpark im Gewerbegebiet Malborn, sagt Ortsbürgermeisterin Petra-Claudia Hogh. Insgesamt werden 2772 Module verbaut, die eine Gesamtfläche von 1,2 Hektar aufweisen, sagt Duben.

Im Jahr werden rund 760 000 Kilowattstunden Strom erzeugt. Das reicht aus, um etwa 250 Haushalte zu versorgen. ABO Wind investiert knapp 600 000 Euro in das Projekt. Am 30. Mai soll die Anlage bereits ans Netz gehen.

Auch in Gielert könnte ABO Wind auf dem ehemaligen Erdaushublager Photovoltaikanlagen bauen, sagt Hagenburger. In Heidenburg hat die Gemeinde  Angebote für Photovoltaik eingeholt, die im Gewerbegebiet gebaut werden könnten. Über diese soll aber erst in den zuständigen Ausschüssen beraten werden, sagt Ortsbürgermeister Treinen.