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Kultur
Wenn in Immert der Frühling erwacht

Eine eingeschworene Truppe: die Spieler der Interessengemeinschaft Theater Immert.
Eine eingeschworene Truppe: die Spieler der Interessengemeinschaft Theater Immert. FOTO: Interessengemeinschaft Immert / Trierischer Volksfreund
Immert. Die Interessengemeinschaft Theater inszeniert ihr achtes Stück. Wie immer geht es turbulent zu.

Die heile Welt der  Nachbarsfamilien Aumüller und Dürr gerät ins Wanken. Die Beamten Hans-Peter und Ernst Wolfgang führen ein gemütliches Leben, mit ein wenig Schwarzbrennen von Schnaps als Nebenbeschäftigung. Doch neue Nachbarn ziehen ein und sorgen für reichlich Unruhe, auch in  der Damenwelt.

Das Stück „Frühlingserwachen oder Auf gute Nachbarschaft“ wurde von Regina Rösch für vier Männer- und vier Frauenrollen geschrieben. Es ist die achte Inszenierung der Interessengemeinschaft Theater Immert.

„Das Stück spielt auch bei uns im Dorf“, sagt die Vorsitzende, Ute Röder. Gespielt wird in Hunsrücker Mundart. Seit Mitte Oktober wird geprobt. Drei Stücke hat man sich von drei verschiedenen Verlagen kommen lassen. „Das hier fanden wir am lustigsten“, findet Hobbyschauspielerin Doris Schmidt. Die Rollen müssen ja auch auf die Charaktere der Schauspieler passen.

Einen Spielleiter gibt es nicht. Alle proben und entscheiden über Veränderungen gemeinsam. „Erst proben wir den Ablauf, dann die Art, wie sich die Darsteller der Rollen bewegen und auch die Mimik“, erklärt die Vorsitzende.

Auf der Bühne im Bürgerhaus – ein Entwurf von Alexander Voll und gemalt von Todor Darev –  sind zwei Häuser zu sehen, dazwischen ein Hof. Hier spielt sich das Leben zwischen den beiden Familien ab, die sich über Neubürger wundern, die in einem dritten Haus einziehen wollen: Motorradfahrer! Sie heißen Bischoff und Küster und werden zunächst für kirchliche Würdenträger gehalten. Diese üben auf die Immerter Damenwelt eine gewisse Faszination aus. Die beiden Hausherren sind ja Beamte und benehmen sich auch so.

Einer der Hauptdarsteller ist Heinrich Thommet. Der 53-Jährige ist Handwerker und seit 2002 bei der Immerter Theatertruppe. „Das ist meine zehnte Rolle“, freut er sich. Auf der Bühne zu stehen, sei seine Leidenschaft: „Da kann man mal aus dem normalen Leben aussteigen.“ Birgit Manz-Schiffels, eine   45-jährige Bürokauffrau, sagt: „Theater spielen ist lustig, schon bei den Proben.“ Und tatsächlich wird auch schon bei den Proben viel gelacht. Alle wollen, dass ihre Zuschauer einen schönen Abend genießen.

Zu sehen ist das Stück am 17., 18., 24. und 25. Februar, sowie am 3. März. Beginn ist an Samstagen um 20 Uhr und an Sonntagen um 19 Uhr. Restkarten gibt es nur noch an der Abendkasse für die Vorstellung am 25. Februar.

(doth)